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Einen Tag nach den länderübergreifenden Razzien im Rockermillieu ist ein weiterer Mann festgenommen worden. Er wurde am Mittwochmorgen in Sachsen verhaftet, wie eine Sprecherin des Brandenburger Polizeipräsidiums sagte. Bei der Polizeiaktion am Dienstag waren sechs Tatverdächtige festgenommen worden.
In Brandenburg, Berlin, Sachsen und Nordrhein-Westfalen hatten rund 800 Beamte gut 50 Wohnungen und Rocker-Treffpunkte durchsucht - davon 30 allein in Brandenburg und Berlin. Hintergrund ist eine versuchte zweifache Tötung Ende 2011 in Königs Wusterhausen; zwei Männer waren durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt worden. Eine Sonderkommission ermittelte, dass es sich bei den Übergriffen vermutlich um Auseinandersetzungen zwischen Rockerklubs handelte.
Neben Waffen, Computern und Datenträgern wurde bei den Razzien auch Bekleidung beschlagnahmt. Die Ermittler hoffen auf Blutspuren, mit denen eine Verbindung zum Tatort hergestellt werden könnte.
Im Zusammenhang mit diesen Ermittlungen sitzen nun insgesamt neun Verdächtige in Haft, darunter drei Angehörige und Sympathisanten des Rockerclubs Hells Angels sowie sechs Mitglieder und Supporter des Gremium MC. Neben den sechs Festgenommenen vom Dienstag sitzt ein Mann nach Angaben der Polizei schon seit sechs Monaten in Untersuchungshaft. Ein weiterer Verdächtiger sei wegen anderer Delikte ebenfalls bereits in einer Haftanstalt.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg