Sie sind hier:
rbbonline | Nachrichten | Politik


Mehr als 30 Jahre nach der letzten Vermessung der deutschpolnischen Grenze wollen die Anrainerstaaten erneut deren genaue Lage bestimmen.
Im Jahr 2014 soll die Grenze neu markiert werden, dafür erforderlich sind umfangreiche Messarbeiten. Besonders betroffen davon sein wird Brandenburg, hier haben die Vorarbeiten bereist begonnen. Mit rund 264 Kilometern hat das Bundesland den längsten Abschnitt zu bewältigen.
Viele der 464 Brandenburger Grenzsäulen stehen schief oder fehlen
"Auf deutscher Seite werden wohl alle 923 Grenzmarkierungssäulen und fast alle Grenzsteine ausgetauscht werden", sagte Jörg Rubach vom Schweriner Amt für Geoinformation, Vermessungs- und Katasterwesen. "Von 464 Säulen in Brandenburg sind nur 18 in Ordnung." Die restlichen stünden oft schief, seien abgebrochen oder bei Deichsanierungen entfernt worden. Die Kosten für die 2013 geplante Erneuerung schätzt er auf etwa eine Million Euro.
Die letzten Messdaten sind mehr als 30 Jahre alt - sie stammen von 1977/78. Nach der Neuvermessung kann es zu Flächenverlusten oder -gewinnen kommen. Ein 2010 in Kraft getretenes Gesetz schreibt die Neuvermessung und die Instandhaltung der Grenze vor.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2012_08/brandenburgs_grenze.html