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Das sogenannte "Jugendschutzlager Uckermark" nahe Fürstenberg/Havel (Oberhavel), in dem bis Ende 1944 Mädchen und junge Frauen inhaftiert waren, wird zu einem Gedenkort.
Seit Montag werden nach Angaben der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten auf dem Gelände über 40 Lagerhallen abgerissen, die die sowjetische Armee nach 1945 dort errichtet hatte. Dies sei Voraussetzung, um den bislang abgesperrten Ort der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, und ein würdiges Gedenken zu ermöglichen, teilte die Stiftung mit.
Bis zum Jahresende sollen rund 1000 Kubikmeter Schutt und Müll beräumt und die Flächen anschließend renaturiert werden. Die Topografie des Jugendlagers werde "mit zurückhaltenden Mitteln kenntlich gemacht", hieß es weiter. Die Kosten von rund einer Million Euro teilen sich das Land Brandenburg und der Bund. Eine Ausstellung zur Geschichte des Lagers ist für April 2013 geplant. Es liegt in unmittelbarer Nachbarschaft des früheren Fauenkonzentrationslagers Ravensbrück.
Im Mädchenlager Uckermark wurden ab 1942 mehr als 1.000 weibliche Häftlinge in 15 Baracken inhaftiert. Ab Januar 1945 wurde das KZ Uckermark zum Vernichtungslager für den Massenmord an den Frauen aus dem KZ Ravensbrück umgebaut.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2012_08/ns_jugendlager__uckermark.html