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StaatsministerNeumann (r.) übergibt den Forschungsauftrag an Klaus Schroeder (dpa-Bild)

StaatsministerNeumann (r.) übergibt den Forschungsauftrag an Klaus Schroeder.

Geschichte

Projekt erforscht Schicksale von Opfern des DDR-Grenzregimes

Fast 23 Jahre nach dem Mauerfall wird nun die Zahl der Toten an der deutsch-deutschen Grenze erforscht. Anliegen ist es, die Biografien aller Opfer des DDR-Grenzregimes zu dokumentieren.

Kulturstaatsminister Neumann (CDU) übergab am Freitagvormittag in der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße in Mitte einen Förderbescheid. Es solle nicht nur die Zahl erfasst werden, den Toten solle auch ihre Würde wiedergegeben werden, sagte Neumann.

Gegenwärtig ist nur die Zahl der Opfer an der Berliner Mauer wissenschaftlich erfasst. Demnach starben mindestens 136 Menschen zwischen 1961 und 1989.

Das neue Projekt leitet Klaus Schroeder vom Forschungsverbund SED-Staat an der Freien Universität Berlin. Seinen Angaben zufolge gibt es zwischen 500 und 700 Verdachtsfälle von Menschen, die an der innerdeutschen Grenze zwischen 1949 und 1989 starben.

Er sagte dem rbb, die DDR habe die Fälle bewusst verschleiert. Jetzt sollten die Schicksale der Grenzopfer in Archiven aus der DDR und westdeutschen Stellen sowie in Gesprächen mit Zeitzeugen recherchiert werden.

Das Projekt wird vom Bund und den Ländern Hessen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen mit insgesamt 500.000 Euro gefördert. Es soll bis Ende 2015 laufen.

Stand vom 10.08.2012

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 10.08.2012 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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