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Der Protest gegen den geplanten Weiterbau der Berliner Autobahn 100 geht weiter. Etwa 500 Menschen haben am Sonntag in Berlin auf Fahrrädern und Inline-Skates gegen die Verlängerung der Autobahn um 3,2 Kilometer von Neukölln nach Treptow und Friedrichshain demonstriert.
"Die Verlängerung ist verkehrspolitischer Unsinn, weil sie mehr Verkehr in die Stadt führen wird und so zu mehr Lärm, Schmutz und Dreck führt", sagte Tobias Trommer vom Aktionsbündnis "A100 stoppen!". Die Demonstranten trafen sich vor dem Roten Rathaus, um von dort über das Brandenburger Tor und den Potsdamer Platz nach Friedrichshain zu ziehen. Von dort führte die 22 Kilometer lange Proteststrecke wieder zurück zum Roten Rathaus.
Der 3,2 Kilometer lange Verlängerung von Neukölln bis zum Treptower Park soll 475 Millionen Euro kosten, die hauptsächlich vom Bund bezahlt werden. Das Projekt ist in Berlin allerdings umstritten. Mit dem Protest am Sonntag wollen die Veranstalter, ein Bündnis von 26 Organisationen und Initiativen, ein Zeichen gegen den Ausbau setzen. Die Gegner bezeichnen den Ausbau als ökologisch unsinnig und zu teuer. Die Befürworter, darunter SPD-Verkehrssenator Michael Müller, wollen dagegen die Gewerbegebiete im Ostteil Berlins besser anbinden.
Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig verhandelt am 27. September über die vier Klagen gegen die Verlängerung der Stadtautobahn. Die Naturschutzorganisation BUND, der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und Anwohner wollen den Planfeststellungsbeschluss kippen.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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