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Mit Protestaktionen haben Potsdamer Bürger am Samstag einen Aufmarsch der rechtsextremen NPD verhindert.
Bis zum Nachmittag war es wegen zweier spontan angemeldeter Aktionen von Gegendemonstranten für die etwa 60 Rechtsextremen unmöglich, wie geplant zu starten. Nach stundenlanger Blockade sagten die Rechtsextremen die Demonstration schließlich ab.
Der Aufzug der Neonazis konnte verhindert werden, weil sämtliche Ausfallstraßen vom Hauptbahnhof in Richtung Stadt von mehr als 2000 Gegendemonstranten unter anderem durch Sitzblockaden blockiert wurden. Mehrere Hundert Menschen hatten sich bereits am Vormittag rund um den Hauptbahnhof zu den Protestaktionen und einem vom Bündnis "Potsdam bekennt Farbe" organisierten "Fest der Toleranz" versammelt. Nach Polizeiangaben verlief alles friedlich.
Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) würdigte das Engagement der Bürger gegen Rechtsextremismus. "Bisher ist es Nazis nicht gelungen, in der Stadt Fuß zu fassen." Potsdam sei eine Stadt der Toleranz und gehöre nicht den Nazis. Er wäre froh, wenn die NPD endlich verboten werde, so Jakobs.
Mit einem starken Polizeiaufgebot war bereits am Morgen die Ankunft der Teilnehmer des NPD-Aufmarsches erwartet worden. Es gab viele Absperrungen. Teilweise war der Zu- und Ausgang nur nach einer Einlasskontrolle möglich. Gegenüber Polizisten musste der Personalausweis vorgewiesen werden.
Die rechtsextreme NPD hatte ihren Aufmarsch von 11.00 bis 17.00 Uhr angemeldet. Rund 1500 Bereitschaftspolizisten und weitere Beamte waren im Einsatz. Die Innenstadt war durch die Veranstaltungen nahezu lahmgelegt.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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