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Durch das Chaos beim Bau des neuen Flughafens BER in Schönefeld hat auch in Brandenburg das Vertrauen in die Verantwortlichen gelitten.
Das geht aus dem BrandenburgTREND hervor, einer Umfrage von infratest dimap im Auftrag des rbb-Nachrichtenmagazins Brandenburg aktuell und der Märkischen Allgemeinen Zeitung.
Laut Umfrage zweifeln 61 Prozent der Brandenburger daran, dass der neue Flughafen BER im Oktober nächsten Jahres eröffnet wird. Nur 36 Prozent der Befragten glauben, dass der neue Termin auch der endgültige ist.
Mehrheit mit der Landesregierung zufrieden
Auf die Bewertung der Landesregierung haben die Pannen am BER aber nur leichte Auswirkungen.
Aktuell sind 51 Prozent der Brandenburger mit der Arbeit des Kabinetts unter Ministerpräsident Platzeck zufrieden. Im Frühjahr waren es noch 56 Prozent. Kritisch sehen die rot-rote Regierung derzeit 44 Prozent, vier Punkte mehr als bei der letzten Umfrage.
Ähnliche Ergebnisse gibt es für die Regierungsparteien SPD und Linke. Die Hälfte der Brandenburger ist mit der Arbeit der Sozialdemokraten zufrieden, 29 Prozent bewerten die Linke positiv. Beide Parteien verlieren vier Prozentpunkte.
Dombrowski noch weitgehend unbekannt
Bei der CDU in Brandenburg bestimmt dagegen der erzwungene Rücktritt von Partei- und Fraktionschefin Saskia Ludwig die Diskussion.
31 Prozent der Brandenburger glauben, dass die CDU von dem Rücktritt eher profitieren werde. Aber fast genauso viele, 28 Prozent, sehen eher negative Effekte für die Partei. Bei den Unionsanhängern haben sogar 37 Prozent diese Befürchtung.
Ministerpräsident Platzeck muss zwar Sympathieverluste hinnehmen, wird aber weiter von 67 Prozent der Brandenburger positiv bewertet. Er liegt weit vor allen anderen Regierungsmitgliedern und Landespolitikern.
Der neue Fraktionschef der CDU, Dieter Dombrowski, etwa, bekommt von 21 Prozent der Befragten gute Noten, mehr als die Hälfte der Befragten kennt den CDU-Politiker allerdings nicht. Ein Schicksal, das Dombrowski mit allen Landespolitikern teilt. Auch hier ist Ministerpräsident Platzeck die klare Ausnahme.
Piraten und FDP unter 5 Prozent
Bei der Frage nach der möglichen Wahlentscheidung bewegt sich in Brandenburg nicht viel. Die SPD gewinnt im Vergleich zu März zwei Prozentpunkte und liegt bei 39 Prozent. Auch die CDU legt ebenfalls um zwei Punkte auf jetzt 23 Prozent zu. Die Linke kommt unverändert auf 22 und die Grünen ebenfalls unverändert auf 7 Prozent.
Wie auch in anderen Bundesländern müssen die Piraten Einbußen hinnehmen. Mit aktuell 4 Prozent bliebe ihnen der Einzug in den Potsdamer Landtag genauso verwehrt wie der FDP, die bei 2 Prozent liegt.
Der Brandenburger SPD-Generalsekretär Ness deutet die stabilen Umfragewerte seiner Partei und der Koalition als Vertrauensbeweis. "Die die Landesregierung tragenden Parteien haben die Unterstützung von 61 Prozent der Wählerinnen und Wähler", sagte Ness am Freitag in Potsdam. Dies zeige eine hohe
politische Stabilität im Land.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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