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Markus Dröge (dpa-Archivbild)

Weihnachten

Berliner Kirchen warnen vor Armut und mangelnder Solidarität

Die Kirchen in Berlin haben an Weihnachten zur Solidarität mit den verfolgten Christen und Flüchtlingen weltweit aufgerufen. Zugleich beklagen sie die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich.

Der evangelische Landesbischof Markus Dröge setze sich besonders für
internationale Flüchtlinge ein. Zudem kritisiert er den Mangel an bezahlbaren Wohnungen.

Er denke besonders an das Schicksal der Menschen in Syrien, sagte Dröge. Auch Deutschland könne mehr tun: "Wir sollten wenigstens den Angehörigen von syrischen Flüchtlingen, die heute schon bei uns leben, erlauben, nachzuziehen", sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Dem rbb sagte Dröge, dass die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich eine der größten Herausforderungen in Berlin und Brandenburg sei. "Wir dürfen die Augen nicht davor verschließen, dass wir in Zukunft zunehmend Armut haben werden", sagte Dröge am Dienstagabend im rbb. Viele Arbeitsverhältnisse seien nicht ausreichend für eine auskömmliche Rente.

Zudem beklagte Dröge den zunehmenden Mangel an preiswerten Wohnungen in der Berliner Innenstadt. "Wir können nicht damit leben, dass Tausende in unserer Stadt kein Obdach haben."

Woelki: Auf den Kern der Weihnachtsbotschaft besinnen

Kardinal Rainer Maria Woelki predigt am Mittwoch (22.02.2012) in Berlin bei einer Ökumenischen Vesper zum Aschermittwoch der Künstler. (Bild: dpa)

"Wir dürfen diese Christen nicht vergessen" 

Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki rief zur Solidarität mit Christen in aller Welt auf. "Christen sind heute die weltweit am meisten diskriminierte und verfolgte Glaubensgemeinschaft. Und das in einem Zeitalter, in dem Menschenrechte und Religionsfreiheit so gerne beschworen werden", sagte Kardinal Woelki in seiner Predigt am ersten Weihnachtstag.

Mit großer Besorgnis schaue er auf die Situation von Christen in vielen Ländern der Welt - in Syrien, in Ägypten, in Nigeria, sogar im Heiligen Land. "Es ergeht ihnen vielfach nicht minder wie der Heiligen Familie vor 2000 Jahren", kritisierte Woelki. "Wir dürfen diese Christen nicht vergessen. Wir dürfen angesichts ihrer Not nicht schweigen."

Der katholische Erzbischof mahnte die Menschen, sich wieder auf den Kern der Weihnachtsbotschaft zu besinnen. Durch die Menschwerdung in Jesus Christus wolle Gott mit den Menschen in Beziehung treten und sie teilhaben lassen an seiner schöpferischen Liebe.

Stand vom 26.12.2012

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 26.12.2012 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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