Sie sind hier:
rbbonline | Nachrichten | Politik


Mit einem stillen Gedenken ist am Sonntagmorgen in Berlin an die vor 94 Jahren ermordeten Sozialisten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht erinnert worden.
Auf Initiative der Linkspartei versammelten sich an der Gedenkstätte der Sozialisten in Friedrichsfelde wieder tausende Menschen zum traditionellen Aufzug. Die beiden KPD-Gründer waren am 15. Januar 1919 von reaktionären Soldaten getötet worden.
Die Linke sprach von zehntausenden Teilnehmern. Von der Parteispitze kamen unter anderen die Bundesvorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger sowie Bundestags-Fraktionschef Gregor Gysi. Auch Vertreter kommunistischer und linker Parteien anderer Länder waren zu Gast, darunter der Vorsitzende der griechischen Partei Syriza, Alexis Tsipras.
Zu einer weiteren Demonstration in Erinnerung an Luxemburg und Liebknecht hatten linke Gruppen aufgerufen. Sie führten einen Zug vom Frankfurter Tor in Friedrichshain zur Gedenkstätte.
Von Freikorps-Soldaten ermordet
Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gehörten am 30. Dezember 1918 in Berlin zu den Gründern der Kommunistischen Partei. Nur zwei Wochen später wurden die beiden von Freikorps-Soldaten festgenommen und ermordet.
Während Luxemburg nach einem Verhör im Hotel Eden erst bewusstlos geschlagen und dann mit einem aufgesetzten Schläfenschuss getötet wurde, erschossen die Soldaten Liebknecht am Ufer des Neuen Sees im Tiergarten aus nächster Nähe von hinten. Am Nordufer des Sees erinnert heute eine Stehle an ihn. An Rosa Luxemburg erinnert eine Fußgängerbrücke am Katharina-Heinroth-Ufer.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2013_01/gedenken_luxemburg.html