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Nach Pankow will auch der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg Ferienwohnungen teilweise verbieten. Das teilte das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg am Mittwoch mit.
Die soziale Vielfalt in der Bevölkerung sei durch die Nutzung von Wohnraum als Ferienwohnungen gefährdet, begründete Bürgermeister Franz Schulz (Grüne) den Beschluss des Bezirksamts. Die "Umnutzung" regulärer Wohnungen für Feriengäste treibe zudem die Preise nach oben, weil sie das Angeboten verknappen: So sei 2012 die Nettokaltmiete bei Neuvermietungen im Schnitt um 11.5 % auf 8.94 Euro/qm gestiegen.
Kritik an Plänen des Senats
Die Wohnungen sollten deswegen "wieder dem regulärem Mietwohnungsmarkt zur Verfügung stehen." Geplant seien Kontrollen in den betroffenen Szenevierteln beispielsweise um den Boxhagener Platz und im Graefekiez. Bereits Ende März soll das Verbot gelten.
Zudem kritisierte Schulz die Pläne der Regierungskoalition im Roten Rathaus, für Ferienwohnungen nur eine Meldepflicht einführen zu wollen und anschließend einen vierjährigen Bestandschutz auszusprechen. Die sei "eine absurde Verkennung der Notlage vieler Mieter und eine nicht nachvollziehbare Belohnung für Zweckentfremdung", heißt es in der Mitteilung des Bezirksbürgermeisters.
Nach Schätzungen des Bezirks gibt es in Friedrichshain-Kreuzberg bis zu 5000 Ferienwohnungen. Der Hotel- und Gaststättenverbande Dehoga geht davon aus, dass in ganz Berlin mindestens 12.000 "Fewos" angeboten werden.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg