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Die Fußballfrauen von Turbine Potsdam sind zum vierten Mal in Folge deutscher Meister. Die Brandenburgerinnen sicherten sich die Titelverteidigung am Pfingstmontag im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion durch ein 8:0 (3:0) gegen den Tabellenletzten Lok Leipzig.
Größten Anteil am souveränen Heimsieg hatte die Japanerin Yuki Nagasato, die den Torreigen in der 19. Minute eröffnete und insgesamt drei Treffer beisteuerte. Zwei Tore gingen auf das Konto von Genoveva Anonma, die sich damit auch die Torjägerkrone der Frauen-Bundesliga holte.
In der Anfangsphase tat sich Turbine vor mehr als 6000 Zuschauern etwas schwer. Doch als nach Nagasatos Führungstreffer die Schwedin Antonia Göransson in der 36. Minute zum 2:0 traf, war die Gegenwehr der Leipzigerinnen gebrochen. Anonma und Nagasato bauten die Führung auf 6:0 aus, und in der Schlussphase trugen sich auch noch Margret Lara Vidarsdottir und Isabel Kerschowski in die Torschützenliste ein. Der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können, denn die Gastgeberinnen trafen auch noch fünfmal Latte oder Pfosten.
Turbine-Trainer Bernd Schröder sprach nach dem Abpfiff von einem schweren Jahr. "Wir haben einige Disharmonien gehabt", sagte der Meister-Coach, der auch in der kommenden Saison einige Abgänge kompensieren muss. Viola Odebrecht, Babett Peter und Bianca Schmidt bestritten gegen Leipzig ihr letztes Spiel im Potsdamer Trikot.
Vor diesem Hintergrund sei die Leistung von Schröder und Turbine "großartig", lobte die DFB-Direktorin und Ex-Nationalspielerin Steffi Jones. In die Gratulanten reihte sich auch Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) ein. "Turbine Potsdam ist einsame Klasse", lobte der Landesvater. "Die vierte Meisterschaft in Serie bestätigt eindrucksvoll: Unsere Potsdamer Vorzeigemannschaft hat die Führungsrolle im deutschen Frauenfußball weiterhin inne."
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/sport/2012_05/Turbine_kann_Meisterschaft_machen.html