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Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will so schnell wie möglich über die Sperren von vier Hertha-Spielern entscheiden. Das DFB-Sportgericht werde "spätestens Anfang nächster Woche" seine Urteile fällen, teilte der Verband am Donnerstag in Frankfurt/Main mit.
Nach den Vorkomnissen beim Relegationsrückspiel in Düsseldorf hatte der Kontrollausschuss teils drakonische Strafen gegen die Berliner beantragt. Lewan Kobiaschwili soll wegen einer Tätlichkeit gegen Schiedsrichter Wolfgang Stark ein Jahr lang gesperrt werden. Christian Lell, André Mijatovic und Hertha-Keeper Thomas Kraft sollen für vier bis sechs Spiele aussetzen.
Hertha BSC will die Sperren nicht akzeptieren. Deshalb muss nun das Sportgericht in Einzelverfahren über die Anträge des DFB-Kontrollausschusses entscheiden.
Dem 34-jährigen Kobiaschwili würde bei einer einjährigen Sperre das vorzeitige Karriereende drohen. Der Georgier soll dem Schiedsrichter nach Spielschluss einen Faustschlag versetzt haben.
Schriftliche Urteilsbegründung noch nicht bei Hertha
Unterdessen zieht sich die endgültige Entscheidung über die Liga-Zugehörigkeit von Hertha BSC weiter hin. Die Ausfertigung der schriftlichen Begründung des Urteils nach der Marathonsitzung des DFB-Bundesgerichts könnte bis Mitte Juni dauern. Das Urteil als solches ist der Hertha am Dienstag zugestellt worden, bestätigten indes DFB und auch Vereinsanwalt Christoph Schickhardt am Freitag der Nachrichtenagentur dpa.
Sollte der Verein dem Votum der Mitglieder folgen, stünde Hertha auch offiziell als Absteiger in die 2. Bundesliga fest. Die Herthaner hatten sich bei der Versammlung in dieser Woche gegen einen weiteren juristischen Gang gegen die Wertung des chaotischen Relegationsrückspiels bei Fortuna Düsseldorf ausgesprochen.
Vor dem Sportgericht und dem Bundesgericht des DFB waren die Berliner jeweils mit ihrem Protest gescheitert. Nun bliebe als dritte DFB-Instanz das Ständige Schiedsgericht.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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