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Tony Martin beim Zeitfahren (Bild: dpa)

Tour de France

Nach Sturz: Tony Martin droht Tour-Aus

Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin hat bei der Tour de France ein rabenschwarzes Auftakt-Wochenende erlebt: Nachdem der Cottbuser beim Prolog in Lüttich durch einen technischen Defekt zurückgeworfen worden war, stürzte er am Sonntag auf der ersten Etappe nach Seraing. Martin musste sich vom Tour-Arzt behandeln lassen, konnte die Rundfahrt aber fortsetzen.

Neben Prellungen und Schürfwunden erlitt Martin eine Verletzung am Handgelenk. Am Abend wurde Martin im Krankenhaus untersucht. Ob der 27-Jährige sich eine schwere Prellung oder einen Bruch zugezogen hat, konnte noch nicht eindeutig festgestellt werden. Kurz vor dem Start der zweiten Etappe wollen am Montagmorgen das Team und Martin über eine Tour-Fortsetzung entscheiden.

Den Tagessieg holte sich am Sonntag der Slowake Peter Sagan. Prolog-Sieger Fabian Cancellara aus der Schweiz wurde Zweiter und verteidigte damit das Gelbe Trikot des Spitzenreiters.

Radwechsel beim Prolog kostete viel Zeit

Beim Prolog hatte Martin eine Scherbe gestoppt, die kurz nach der Halbzeit für einen Plattfuß an seiner Zeitfahr-Maschine sorgte. Der folgende Radwechsel brachte Martin aus dem Rhythmus und kostete viel Zeit - Platz 45 wurde es letztlich für den 27-Jährigen, der bei der ersten Zwischenzeit noch eine Top-Platzierung im Blick gehabt hatte. Berechnungen von Martins Team Omega Pharma-QuickStep zufolge hätte er ohne Defekt sogar vor Sieger Cancellara gelegen, der 23 Sekunden schneller war.

Stand vom 01.07.2012

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 01.07.2012 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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