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Diskuswerfer Robert Harting hat die in ihn gesetzten Medaillenhoffnungen erfüllt. Der Berliner gewann am Dienstag bei den Olympischen Spielen in London mit 68,27 Metern vor dem Iraner Ehsan Hadadi (68,18 Meter). Bronze holte Peking-Olympiasieger Gerd Kanter aus Estland mit 68,03 Metern.
Beinahe drohte Harting das Gold zu verpassen. Im ersten Versuch hatte er 67,79 m vorgelegt, dann konterte der iranische WM-Dritte Ehsan Hadadi mit 68,18. Harting baute von Versuch zu Versuch ab - doch er behielt die Nerven und schlug in der fünften Runde zurück. Hadadi gewann mit Silber die erste olympische Leichtathletik-Medaille für sein Land.
Harting ist der erste amtierende Welt- und Europameister im Diskuswurf, der auch bei Olympia gewann. Für den 2,01 Meter großen Hünen war es der dritte Titel innerhalb von 343 Tagen. Zudem errang der 27-Jährige das erste olympische Gold für deutsche Leichtathleten seit dem Jahr 2000.
Bahnradfahrer Levy sprintet zu Keirin-Silber
Bahnradsprinter Maximilian Levy hat dem deutschen Olympia-Team in London eine weitere Medaille beschert. Im Keirin-Finale fuhr der Cottbuser am Dienstag zu Silber.
Levy musste sich im Sechser-Finale des sogenannten Kampfsprints lediglich dem Briten Chris Hoy geschlagen geben, der seinen insgesamt sechsten Olympiasieg feierte. Bronze ging an Simon van Velthooven aus Neuseeland und den Niederländer Teun Mulder.
Am Donnerstag hatte Levy bereits Bronze im Teamsprint gewonnen. Zusammen mit Rene Enders (Erfurt) und Robert Förstemann (Gera) hatte sich der 25-Jährige nur den Mannschaften aus Großbritannien und Frankreich geschlagen geben müssen.
Nach den Olympischen Spielen wird sich Levy einer Schulteroperation unterziehen. Dabei werden dem 25-Jährigen Schrauben und eine Platte aus der Schuler entfernt. Levy hatte sich im Herbst 2010 bei der EM in Polen bei einem Sturz das linke Schlüsselbein gebrochen.
Wasserspringer Hausding verpasst Medaille knapp
Wasserspringer Patrick Hausding hat eine Medaille vom Drei-Meter-Brett knapp verpasst. Der siebenmalige Europameister aus Berlin kam am Dienstag im Finale trotz einer sehr guten Leistung von 505,55 Punkten nur auf den vierten Rang. Auf Bronze fehlten Hausding 18,60 Zähler. Das vorab anvisierte Ziel einer Top-Sechs-Platzierung erfüllte er aber souverän.
"Das war ein super Wettkampf. Ich habe mit der Weltspitze gut mitgehalten und habe Hoffnung, dass es weiter aufwärts geht", sagte der 23-Jährige. In der hochklassigen Konkurrenz lag am Ende der WM-Zweite Ilja Sacharow aus Russland (555,90) vorn. Silber ging an den chinesischen Synchron-Olympiasieger Qin Kai (541,75) vor seinem Landsmann He Chong (524,15).
Im Synchronspringen vom Turm hatte Hausding zusammen mit seinem Partner Sascha Klein aus Riesa die anvisierte Medaille deutlicher verpasst. Das deutsche Duo kam dort auf Rang sieben.
Wagner-Augustin verpasst Einer-Kajak-Finale
Sieben statt der erhofften acht Boote der deutschen Kanu-Flotte fahren an den ersten beiden Finaltagen um olympische Medaillen. Nur Katrin Wagner-Augustin schied am Dienstag im Einer-Kajak überraschend im Halbfinale aus.
Einen Tag vor ihrem Endlauf mit dem Vierer verpasste die Potsdamerin als Vierte ihres Halbfinales über 500 Meter das Medaillenrennen auf dem Dorney Lake in Eton.
Dagegen qualifizierten sich für die Finals am Donnerstag über 1000 Meter der Vierer-Kajak der Männer (Marcus Gross/Berlin, Norman Bröckl/Berlin, Tim Wieskötter/Potsdam, Max Hoff/Essen) sowie Peter Kretschmer und Kurt Kuschela (beide Potsdam) im Zweier-Canadier. Auf der 500-Meter Strecke kamen Franziska Weber und Tina Dietze (Potsdam/Leipzig) im Zweier-Kajak weiter.
Beachvolleyballer Brink/Reckermann stehen im Finale
Die Europameister Julius Brink/Jonas Reckermann sind bei den Olympischen Spielen ins Finale eingezogen und haben nun die erste deutsche Beachvolleyball-Medaille seit zwölf Jahren sicher.
Die Ex-Weltmeister erreichten durch ein glattes 2:0 (21:14, 21:16) gegen die Niederländer Reinder Nummerdor und Richard Schuil als erstes deutsches Beachvolleyball-Duo der Geschichte überhaupt ein Olympia-Finale. Dort spielen sie am Donnerstag gegen die Weltmeister Emanuel Rego und Alison Cerutti aus Brasilien um Gold.
Im Viertelfinale hatte sich das Duo aus Berlin zuvor mit 2:0 (21:15, 21:19) gegen Ricardo Santos/Pedro Cunha (Brasilien) durchgesetzt.
Deutsche Hockey-Herren vorzeitig im Halbfinale
Die deutschen Hockey-Herren sind schon vor ihrem letzten Vorrundenspiel ins Olympia-Halbfinale eingezogen. Der Goldmedaillengewinner von Peking profitierte am Dienstag in London von der 2:4 (0:2)-Niederlage der Südkoreaner gegen Gruppensieger Niederlande.
Die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes mit dem Berliner Martin Häner kann damit nicht mehr von Platz zwei der Gruppe B verdrängt werden. Das 5:5 (2:4) am späten Abend gegen Neuseeland war daher ohne Bedeutung fürs Weiterkommen.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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