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Robert Harting nach dem Olympiasieg mit freiem Oberkörper und der deutschen Fahne (dpa-Bild)

Olympia 2012 in London

Gute Olympia-Bilanz - Paralympics-Team verabschiedet

Das olympische Feuer ist erloschen - die 30. Sommerspiele sind seit Sonntagabend Geschichte. Mit elfmal Gold, 19 Mal Silber und 14 Mal Bronze schloss das deutsche Team die Länderwertung nach 302 Entscheidungen als Sechster ab. Insgesamt sammelten die Sportler in London 44 Medaillen und damit drei mehr als vor vier Jahren.

Erheblichen Anteil an der Gold-Bilanz des deutschen Teams hatten die Olympioniken aus Berlin und Brandenburg. Die Potsdamer Kanuten sorgten für drei Goldmedaillen. Zwei weitere Olympiasiege steuerten der Berliner Diskuswerfer Robert Harting sowie die Berliner Beachvolleyballer Julius Brink und Jonas Reckermann bei.

Im siegreichen Deutschland-Achter saßen mit Andreas Kuffner und Martin Sauer gleich zwei Athleten aus der Hauptstadt, und Anteil am deutschen Hockey-Gold hatte mit Martin Häner auch ein Spieler vom Berliner HC. Darüber hinaus gab es durch Sportler aus der Region noch fünf Silber- und zwei Bronzemedaillen, unter anderem dank der Cottbuser Radsportler Maximilian Levy und Tony Martin.

18 Berliner Behindertensporter bei Paralympics

Tennisspielerin Katharina Krüger aus Berlin schneidet vor ihrer Abreise nach Peking eine Torte an (dpa-Archivbild)

Katharina Krüger war schon bei den Paralympics 2008 dabei - und wurde damals mit einer Torte ermuntert. 

Am Montag wurden 18 Behindertensportler aus Berliner Vereinen oder mit Trainings- und Lebensmittelpunkt in der Hauptstadt offiziell zu den Paralympics verabschiedet. Bei den Spielen für Sportler mit Handicap gehen vom 29. August bis 9. September in London insgesamt 150 deutsche Athleten an den Start.

An dem vierstündigen Sommerfest nahmen im Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn unter anderem die Bundestags-Vizepräsidentin Petra Pau (Die Linke), Berlins Innen- und Sportsenator Frank Henkel (CDU) und der Präsident des Berliner Landessportbundes (LSB), Klaus Böger, teil.

Der Gesandte des britischen Botschafters, Andrew Noble, erklärte, dass sich London nach drei Olympischen Spielen enorm auf seine ersten Paralympics freue. Die meisten der 2,7 Millionen Eintrittskarten seien verkauft.

Tennisspielerin Katharina Krüger (Zehlendorfer Wespen), von Geburt an querschnittsgelähmt, hob stellvertretend für ihre Teamkollegen die Bedeutung des Behindertensports hervor. "Durch den Sport sind wir starke Persönlichkeiten geworden und können anderen zeigen, dass es nach einer schweren Behinderung immer ein Weiter gibt."

Platzeck sieht Brandenburgs Sportpolitik bestätigt

Sebastian Brendel mit Olympia-Gold im Canadier-Einer (Foto: dpa)

Dreimal Gold für die Kanuten - die erste gewann Sebastian Brendel. 

Das gute Abschneiden Brandenburger Athleten bei den Olympischen Spielen ist aus Sicht von Ministerpräsident Matthias Platzeck eine Bestätigung für die Sportpolitik des Landes. "Unser kleines Brandenburg hat im Vergleich überproportional viele Goldmedaillen zum deutschen Gesamtergebnis beigesteuert", sagte der SPD-Politiker am Sonntag.

Die Spitzensport-Förderung im Land habe ihre Olympiatauglichkeit bewiesen, selbst wenn sich nicht alle Erwartungen erfüllt hätten. Vor allem die Kanuten vom KC Potsdam und der Cottbuser Bahnradsportler Maximilian Levy hätten sich als "Medaillengaranten" erwiesen. Alle brandenburgischen Olympiamedaillen-Gewinner seien Absolventen der Spezialschulen Sport, fügte Sportministerin Martina Münch (SPD) hinzu. Das zeige die Leistungsfähigkeit dieser Einrichtungen.

Wowereit lädt Olympia-Teilnehmer ein

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat alle Berliner Olympia-Teilnehmer ins Rote Rathaus eingeladen. Die 47 Berliner Athleten hätten sich als "würdige und höchst erfolgreiche Botschafter der Sportmetropole erwiesen". Mit mehreren Olympiasiegen, darunter im Beachvolleyball und im Diskuswerfen, Silber- und Bronzemedaillen habe die Hauptstadt auch im internationalen Maßstab eine herausragende Bilanz erzielt, so Wowereit.

Vesper zufrieden mit deutscher Bilanz

Dr. Michael Vesper, Generaldirektor DOSB, Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) (Bild: DPA)

Michael Vesper zeigte sich mit Rang sechs in der Medaillenwertung zufrieden. 

Der Deutsche Olympische Sportbund hat sich zufrieden mit der Bilanz der Spiele in London gezeigt.

Generaldirektor Michael Vesper sagte am Montag im rbb, vor vier Jahren hätten die deutschen Leichtathleten nur eine Bronzemedaille gewonnen. Dieses Mal seien es allein in diesem Bereich acht gewesen. Dies sei die Folge einer gezielten Förderung und höheren Finanzierung in den vergangenen vier Jahren. Darüber müsse man jetzt auch beim Deutschen Schwimmverband nachdenken.

Spektakuläre Show zum Abschluss der Spiele

Olympische Spiele, Abschlussfeier (Bild: dpa)

Nach 17 Tagen gingen die Spiele am Sonntag zu Ende.  

Am späten Sonntagabend waren die Olympischen Spiele mit einer spektakulären Abschlussparty zu Ende gegangen. Mit der traditionellen Formel "Ich erkläre die Olympischen Spiele von London für beendet" hatte Jacques Rogge, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, kurz zuvor den Schluss der Spiele verkündet. Zugleich rief er die Jugend der Welt auf, sich in vier Jahren in Rio de Janeiro zu versammeln. Den britischen Olympia-Gastgebern zollte Rogge in seinem Urteil über die Spiele höchste Anerkennung. "Das waren glückliche und glorreiche Spiele", sagte der belgische IOC-Chef.

Die Spice Girls begeisterten Athleten und Zuschauer. 

Bevor das olympische Feuer in der britischen Hauptstadt erlosch, hatten Weltstars der Popmusik das Olympiastadion gerockt und in die größte Freiluft-Disco Großbritanniens verwandelt. Vor knapp 80.000 Zuschauern im Stadion traten unter anderen George Michael, Madness, die Spice Girls und The Who auf. Sie begeisterten auch tausende Athleten, die im Innenraum der Arena das Ende der Spiele feierten. Viele hatten ihre in London gewonnenen Medaillen umgehängt. Die Fahne der deutschen Mannschaft, die mit zahlreichen Athleten vertreten war, trug Ruder-Olympiasieger Kristof Wilke.

Stand vom 13.08.2012

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 13.08.2012 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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Bildergalerie

Jonas Reckermann (l.) und Julius Brink mit der olympischen Goldmedaille (Foto: dpa)

Die Olympiasieger aus der Region

Die deutschen Athleten haben die Spiele auf Rang sechs beendet - insgesamt 44 Medaillen holten sie in London. Auch die Sportler aus Berlin und Brandenburg trugen zu dieser Bilanz bei.  [Galerie]

Nachricht vom 13.08.2012

Die weißrussische Kugelstoßerin Nadeschda Ostaptschuk mit ihrer inzwischen aberkannten Goldmedaille von London (Foto: dpa)

Kugelstoßerin gedopt - Sieg aberkannt

Die weißrussische Kugelstoß-Olympiasiegerin Nadeshda Ostaptschuk hat ihr Gold verloren - sie wurde positiv auf das anabole Steroid Methenolon getestet.
[www.sportschau.de]

Audio 02.08.12

Montag, 13. August 2012

Goodbye London!

rbb-Inforadio-Sportredakteur Dirk Walsdorf zieht im Interview mit Friedbert Baer eine Olympia-Bilanz.

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

http://www.rbb-online.de/nachrichten/sport/2012_08/Olympische_Spielen_gehen_zu_Ende.html

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