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Das olympische Feuer ist erloschen - die 30. Sommerspiele sind seit Sonntagabend Geschichte. Mit elfmal Gold, 19 Mal Silber und 14 Mal Bronze schloss das deutsche Team die Länderwertung nach 302 Entscheidungen als Sechster ab. Insgesamt sammelten die Sportler in London 44 Medaillen und damit drei mehr als vor vier Jahren.
Erheblichen Anteil an der Gold-Bilanz des deutschen Teams hatten die Olympioniken aus Berlin und Brandenburg. Die Potsdamer Kanuten sorgten für drei Goldmedaillen. Zwei weitere Olympiasiege steuerten der Berliner Diskuswerfer Robert Harting sowie die Berliner Beachvolleyballer Julius Brink und Jonas Reckermann bei.
Im siegreichen Deutschland-Achter saßen mit Andreas Kuffner und Martin Sauer gleich zwei Athleten aus der Hauptstadt, und Anteil am deutschen Hockey-Gold hatte mit Martin Häner auch ein Spieler vom Berliner HC. Darüber hinaus gab es durch Sportler aus der Region noch fünf Silber- und zwei Bronzemedaillen, unter anderem dank der Cottbuser Radsportler Maximilian Levy und Tony Martin.
18 Berliner Behindertensporter bei Paralympics
Am Montag wurden 18 Behindertensportler aus Berliner Vereinen oder mit Trainings- und Lebensmittelpunkt in der Hauptstadt offiziell zu den Paralympics verabschiedet. Bei den Spielen für Sportler mit Handicap gehen vom 29. August bis 9. September in London insgesamt 150 deutsche Athleten an den Start.
An dem vierstündigen Sommerfest nahmen im Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn unter anderem die Bundestags-Vizepräsidentin Petra Pau (Die Linke), Berlins Innen- und Sportsenator Frank Henkel (CDU) und der Präsident des Berliner Landessportbundes (LSB), Klaus Böger, teil.
Der Gesandte des britischen Botschafters, Andrew Noble, erklärte, dass sich London nach drei Olympischen Spielen enorm auf seine ersten Paralympics freue. Die meisten der 2,7 Millionen Eintrittskarten seien verkauft.
Tennisspielerin Katharina Krüger (Zehlendorfer Wespen), von Geburt an querschnittsgelähmt, hob stellvertretend für ihre Teamkollegen die Bedeutung des Behindertensports hervor. "Durch den Sport sind wir starke Persönlichkeiten geworden und können anderen zeigen, dass es nach einer schweren Behinderung immer ein Weiter gibt."
Platzeck sieht Brandenburgs Sportpolitik bestätigt
Das gute Abschneiden Brandenburger Athleten bei den Olympischen Spielen ist aus Sicht von Ministerpräsident Matthias Platzeck eine Bestätigung für die Sportpolitik des Landes. "Unser kleines Brandenburg hat im Vergleich überproportional viele Goldmedaillen zum deutschen Gesamtergebnis beigesteuert", sagte der SPD-Politiker am Sonntag.
Die Spitzensport-Förderung im Land habe ihre Olympiatauglichkeit bewiesen, selbst wenn sich nicht alle Erwartungen erfüllt hätten. Vor allem die Kanuten vom KC Potsdam und der Cottbuser Bahnradsportler Maximilian Levy hätten sich als "Medaillengaranten" erwiesen. Alle brandenburgischen Olympiamedaillen-Gewinner seien Absolventen der Spezialschulen Sport, fügte Sportministerin Martina Münch (SPD) hinzu. Das zeige die Leistungsfähigkeit dieser Einrichtungen.
Wowereit lädt Olympia-Teilnehmer ein
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat alle Berliner Olympia-Teilnehmer ins Rote Rathaus eingeladen. Die 47 Berliner Athleten hätten sich als "würdige und höchst erfolgreiche Botschafter der Sportmetropole erwiesen". Mit mehreren Olympiasiegen, darunter im Beachvolleyball und im Diskuswerfen, Silber- und Bronzemedaillen habe die Hauptstadt auch im internationalen Maßstab eine herausragende Bilanz erzielt, so Wowereit.
Vesper zufrieden mit deutscher Bilanz
Der Deutsche Olympische Sportbund hat sich zufrieden mit der Bilanz der Spiele in London gezeigt.
Generaldirektor Michael Vesper sagte am Montag im rbb, vor vier Jahren hätten die deutschen Leichtathleten nur eine Bronzemedaille gewonnen. Dieses Mal seien es allein in diesem Bereich acht gewesen. Dies sei die Folge einer gezielten Förderung und höheren Finanzierung in den vergangenen vier Jahren. Darüber müsse man jetzt auch beim Deutschen Schwimmverband nachdenken.
Spektakuläre Show zum Abschluss der Spiele
Am späten Sonntagabend waren die Olympischen Spiele mit einer spektakulären Abschlussparty zu Ende gegangen. Mit der traditionellen Formel "Ich erkläre die Olympischen Spiele von London für beendet" hatte Jacques Rogge, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, kurz zuvor den Schluss der Spiele verkündet. Zugleich rief er die Jugend der Welt auf, sich in vier Jahren in Rio de Janeiro zu versammeln. Den britischen Olympia-Gastgebern zollte Rogge in seinem Urteil über die Spiele höchste Anerkennung. "Das waren glückliche und glorreiche Spiele", sagte der belgische IOC-Chef.
Bevor das olympische Feuer in der britischen Hauptstadt erlosch, hatten Weltstars der Popmusik das Olympiastadion gerockt und in die größte Freiluft-Disco Großbritanniens verwandelt. Vor knapp 80.000 Zuschauern im Stadion traten unter anderen George Michael, Madness, die Spice Girls und The Who auf. Sie begeisterten auch tausende Athleten, die im Innenraum der Arena das Ende der Spiele feierten. Viele hatten ihre in London gewonnenen Medaillen umgehängt. Die Fahne der deutschen Mannschaft, die mit zahlreichen Athleten vertreten war, trug Ruder-Olympiasieger Kristof Wilke.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/sport/2012_08/Olympische_Spielen_gehen_zu_Ende.html