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Die Berlinerin Daniela Schulte hat bei ihrem ersten Einsatz bei den paralympischen Schwimmwettbewerben in London die Podestplätze klar verfehlt. Die sehbehinderte 30-Jährige belegte über 100 m Freistil beim Sieg der Italienerin Cecilia Camellini den sechsten Platz. Mary Fisher (Neuseeland) und Li Guizhi (China) gewannen die weiteren Medaillen.
Insgesamt geht Schulte, die am Mittwoch die deutsche Mannschaft bei der Eröffnungsfeier angeführt hatte, im Londoner Aquatics Centre in sechs Wettbewerben an den Start.
Die Potsdamer Schwimmer André Lehmann und Torben Schmidtke scheiterten bereits in den Vorwettkämpfen. Über 100 m Rücken wurde der gerade erst 17 Jahre alte Lehmann am Freitag Letzter seines Vorlaufs. Für ihn geht es aber in London in erster Linie nur darum, Erfahrungen auf internationaler Ebene zu sammeln.
Auch Schmidtke verpasste als Vorletzter der beiden Vorläufe über 400 m Rücken das Finale deutlich. Der Weltrekordhalter über 200 m Brust sollte sich aber nach Angaben seiner Trainerin auf dieser Strecke nur "warmschimmen".
Gold im Weitsprung durch Markus Rehm
Im Weitsprung gewann der unterschenkelamputierte Rehm die Goldemedaille. Vor 80.000 Zuschauern im Londoner Olympiastadion sprang der Leverkusener die in seiner Klasse noch nie dargebotenen Weite von 7,35 Metern (1093 Punkte). "Das war der pefekte Sprung. Ich wusste, dass ich weit springen kann. Aber so weit hätte ich nicht gedacht", sagte er.
Der oberschenkelamputierte viermalige Paralympics-Champion Wojtek Czyz (Kaiserslautern), der 2004 in Athen und 2008 in Peking jeweils mit Gold aus der Sprungkuhle kam, musste sich in einem hochklassigen Wettkampf trotz der persönlichen Bestweite von 6,33 m (983 Punkte) mit Silber begnügen. "Ich bin absolut zufrieden. Denn ich bin wieder der beste Oberschenkelamputierte", sagte er.
Deutsche Athleten gewinnen weitere Medaillen
Für deutsche Medaillen sorgten unterdessen Athleten in anderen Sportarten. Verlass war dabei wieder einmal auf die Sportschützen: Nach Silber am Vortag durch Manuela Schwermund (Mengshausen) gewann am Freitag der Burghausener Josef Neumaier mit dem R1-Luftgewehr das Stechen um die Bronzemedaille. Für den 54-Jährigen, der an der Glasknochenkrankheit leidet, ist es bereits die vierte Medaille seiner Karriere.
Bahnradfahrer Tobias Graf holte in der 3000-m-Einzelverfolgung Silber hinter dem Chinesen Liang Guihua, der in Weltrekordzeit siegte. Für den linksseitig oberschenkelamputierten Freiburger war es in London schon die zweite Medaille nach Bronze im 1000-m-Zeitfahren.
Der sehbehinderte Judoka Matthias Krieger hat bei den Paralympics in London die Bronzemedaille erkämpft. Im Duell um Edelmetall setzte sich der 28-jährige Heidelberger in der Klasse bis 81 kg mit einer Ippon-Wertung gegen Anatoli Schewtschenko aus Russland durch.
Damit haben die deutschen Athleten bislang in London elf Medaillen gewonnen - drei goldene, vier silberne und vier Bronzemedaillen.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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