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Drei schwere Verletzungen überschatten das Spitzenspiel der Frauen-Fußball-Bundesliga zwischen Turbine Potsdam und dem FFC Frankfurt. Am schlimmsten erwischte es am Sonntag Frankfurts Nationalspielerin Fatmire Bajramaj: Die Untersuchung am Montag ergab einen Kreuzbandriss. Die ehemalige Potsdamerin wird deshalb voraussichtlich ein halbes Jahr lang ausfallen.
Kurz zuvor hatte Bajramaj in der Nachspielzeit noch den Siegtreffer für den FFC erzielt - allerdings gegen nur noch neun Potsdamerinnen, denn Stefanie Mirlach und Alexandra Singer waren nach einem Zusammenprall in der 88. Minute blutüberströmt vom Platz gebracht worden, und das Potsdamer Auswechselkontingent war bereits erschöpft.
Singer erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma, Mirlach zog sich eine Gehirnerschütterung zu. "Beide werden mit Sicherheit wochenlang ausfallen", sagte Turbine-Trainer Bernd Schröder, der eigentlich schon genug Verletzungssorgen hat. Beim Champions-League-Rückspiel am Mittwoch gegen Lüttich muss er eine komplette Elf ersetzen.
Der 70-jährige Coach ist aber auch darüber erzürnt, dass Schiedsrichterin Riem Hussein das Spiel nicht vorzeitig abgepfiffen hat. Kritik übte er ferner am FFC: Nach den verletzungsdingten Ausscheiden von Mirlach und Singer hätte er sich angesichts des Spielstands von 1:1 einen "Nichtangriffspakt" gewünscht. Frankfurts Manager Siegfried Dietrich wies die Kritik zurück: "Es ist alles regelkonform verlaufen."
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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