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Auch Hertha kann den Lauf von Braunschweig in der 2. Bundesliga nicht stoppen. Im Duell Erster gegen Zweiter trennten sich Eintracht Braunschweig und Hertha BSC Berlin mit 1:1 (1:0).
Die Niedersachsen führen damit die Tabelle weiter mit fünf Punkten Vorsprung vor den Berlinern an. Vor 21.645 Zuschauern im Eintracht-Stadion hatte Dennis Kruppke (25. Minute) die Gastgeber in Führung gebracht.
Adrian Ramos (78.) sorgte mit seinem dritten Saisontreffer für den verdienten Ausgleich. Mit dem Remis bauten beide Teams ihre Erfolgsserien aus: Braunschweig ist nunmehr seit elf, der Bundesliga-Absteiger aus der Hauptstadt seit neun Partien ungeschlagen.
Hertha vergibt Siegtreffer in der Schlussphase
Spielerisch blieb die Partie lange Zeit hinter den Erwartungen zurück. Beide Teams setzten vor allem auf Sicherheit. Kreative Momente blieben die Ausnahme. Allein Kruppkes Treffer bildete da eine Lichtblick, als er technisch perfekt aus 17 Metern abzog. Für den Top-Scorer der Liga war es bereits der sechste Saisontreffer.
Erst ab Mitte der zweiten Halbzeit dominierten die Berliner die Begegnung und kamen durch Ramos' Kopfball nach Flanke von Ronny zum 1:1. In der Schlussphase hatte der Hauptstadtclub sogar noch mehrere Möglichkeiten zum Siegtreffer. Ronny zwang Eintracht-Torwart Daniel Davari per Volleyschuss in der 76. Minute zu einer starken Parade. Und wieder war es Ronny, der in der 90. Minute per Freistoß nur knapp verfehlte.
Zum letzten Mal standen sich Hertha und Braunschweig vor acht Jahren gegenüber. Damals schaffte der damalige Regionalligist Braunschweig in der zweiten Runde des DFB-Pokals die Überraschung. Die Eintracht gewann mit 3:2. Für Hertha trafen Marcelinho und Neuendorf. Madlung erzielte per Eigentor den Endstand.
Hertha- und Rostock-Fans prügeln sich
Vor der Partie lieferten sich Anhänger der Zweit- und Drittliga-Fußballclubs Hertha und Hansa Rostock am Samstagmorgen auf dem Bahnhof Brandenburg an der Havel tätliche Auseinandersetzungen. Als Folge dessen wurde den Rostock-Fans die geplante Weiterfahrt zu einem Spiel nach Dortmund untersagt, wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte. Zudem wurden 56 Rostocker zeitweise in Gewahrsam genommen und erhielten Anzeigen wegen Landfriedensbruchs.
Die etwa 180 Hertha-Fans, die zu einem Spiel nach Braunschweig wollten, und 60 Rostocker Anhänger befanden sich dem Sprecher zufolge zufällig in dem gleichen Regionalexpress aus Berlin. In Brandenburg/Havel wollten sie den Angaben zufolge gegen 03.40 Uhr in den gleichen Regionalzug in Richtung Magdeburg umsteigen.
Auf dem Bahnhof seien die teilweise Vermummten dann aufeinander losgegangen, es seien auch Steine und Flaschen geflogen, hieß es weiter. Später flüchteten die Rostocker in die Stadt, während die Hertha-Anhänger wie geplant in ihren Zug stiegen.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/sport/2012_10/hertha_braunschweig.html