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Wegen der Veruntreuung von 264.000 Euro muss ein Berliner Amtsrat ins Gefängnis. Das Landgericht verurteilte den ehemaligen Leiter des Ordnungsamtes Steglitz-Zehlendorf am Montag zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft.
Der 43- Jährige hatte gestanden, jahrelang Gelder seiner Dienststelle in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben. Der Amtsrat, der mittlerweile entlassen ist, war für die Verwaltung von Geldern zuständig, die für Bußgelder oder Parkausweise eingezahlt wurden.
Das Gericht sprach in seinem Urteil von einer erschreckend dreisten Form der Selbstbedienung. In den Jahren 2006 bis 2010 habe der Mann nahezu jede Woche den Tresor seiner Dienststelle geplündert. Mit den Bezirksgeldern finanzierte der Diplom-Verwaltungswirt Reisen, teure Restaurantbesuche und den Ausbau seines Eigenheims.
Allerdings bemängelten die Richter auch, dass es dem Angeklagten sehr leicht gemacht worden sei. Er habe die Kontrolle über die Gelder praktisch allein ausgeübt. Das Vier-Augen-Prinzip sei nicht gewahrt worden, Kassenprüfungen seien das Papier nicht wert gewesen.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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