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Der Prozessauftakt gegen einen mutmaßlichen U-Bahn-Schläger in Berlin ist am Montag verschoben worden.
Die Verhandlung am Landgericht gegen einen 21-Jährigen wegen Körperverletzung mit Todesfolge soll nun erst am kommenden Montag beginnen. Dann soll auch ein mutmaßlicher Komplize mit vor Gericht stehen. Das Kammergericht hatte die Aufspaltung in zwei Prozesse kurzfristig aufgehoben.
Der Angeklagte und sein Freund sollen das Opfer und dessen Begleiter am 17. September in der U-Bahnstation Kaiserdamm attackiert haben. Nach kurzer Gegenwehr lief Giuseppe M. panisch auf die Straße und wurde von einem Auto erfasst. Er starb noch am Unfallort.
Der Angeklagte hatte sich bei der Polizei gestellt. Er bestreitet aber laut Gericht, das Opfer in den Tod getrieben zu haben. Von dem Unfall habe er nichts mitbekommen. Die Prügelei im U-Bahnhof sei zudem nicht von ihm und seinem Bekannten ausgegangen, habe er zu Protokoll gegeben.
Immer wieder Gewaltattacken auf Berliner Bahnhöfen
Der tragische Tod hatte großes öffentliches Entsetzen und eine erneute Debatte über die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr ausgelöst. Immer wieder kommt es zu Gewaltattacken an oder in Berliner Bahnhöfen oder an Haltestellen.
Erst im Dezember 2011 wurden vier Jugendliche nach einer Prügelorgie auf dem Bahnhof Lichtenberg wegen versuchten Mordes zu Strafen von vier bis sechs Jahren verurteilt.
Der Gewaltausbruch des 18-jährigen Torben P. am Ostersamstag auf dem Bahnhof Friedrichstraße wurde vom Gericht im September 2011 mit zwei Jahren und zehn Monaten wegen versuchten Totschlags bestraft. In diesen beiden Fällen hatten Überwachungskameras auf den Bahnsteigen zur Aufklärung der Tat beigetragen.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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