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Im Fall der zwei Schweineköpfe, die im April vor der Sehitlik-Moschee in Berlin-Neukölln abgelegt worden waren, hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen.
Die Ermittler hätten am Donnerstagmorgen die Wohnung und das Auto eines 25-Jährigen in Lichtenrade durchsucht, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Gegen den Verdächtigen sei in der Vergangenheit bereits wegen Widerstand, Körperverletzung und fremdenfeindlicher Beleidigung ermittelt worden.
Den Angaben zufolge soll der Mann zum Dunstkreis der rechtsextremistischen Gruppe "Autonome Nationalisten" gehören. Auf die Spur kamen die Beamten dem mutmaßlichen Täter durch Spuren am Tatort, die zu dem Supermarkt führten, wo die Schweineköpfe gekauft wurden. Dem Mann wird Beschimpfung von religiösen Bekenntnissen und Beleidigung vorgeworfen. Laut Polizei hat er sich bisher dazu nicht geäußert.
Die Sehitlik-Moschee war nach dem Vorfall zwischenzeitlich bewacht worden. Das Gotteshaus war in den vergangenen Monaten bereits mehrmals Ziel von Angriffen. Anfang April hatten Unbekannte die Moschee mit Farbbeuteln beworfen. Auch ein rechtsextremistischer Drohbrief ging ein. Darin wurden Muslime, Juden und Ausländer aufgefordert, das Land "bis zum Tag X" zu verlassen. Sonst werde es "ungemütlich".
Im Islam ist wie im Judentum der Verzehr von Schweinefleisch verboten.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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