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Die Freilassung von zwei Tatverdächtigen im Zusammenhang mit der tödlichen Prügelattacke in der Rathausstraße in Berlin-Mitte sorgt weiter für Kritik.
Für die Ermittler sei das ein Schlag ins Gesicht, sagte der stellvertretende Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Detlef Herrmann, am Samstag dem rbb. Für Richter gebe es immer Ermessensspielräume, die anders hätten ausgelegt werden können, so Herrmann.
Auch die Staatsanwaltschaft fordert weiter, die beiden jungen Männer wieder in Untersuchungshaft zu bringen. Sie legte entsprechende Beschwerde ein.
Zwei Tatverdächtige, die sich gestellt hatten, waren am Donnerstagabend wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Ein Richter hatte in beiden Fällen keine Untersuchungshaft angeordnet.
Damit ist derzeit nur noch ein Tatverdächtiger in Haft. Der 19-Jährige war am Dienstag in Berlin-Wedding festgenommen worden. Gegen ihn wird wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt.
Am Donnerstag hatte die Staatsanwaltschaft zudem bestätigt, dass sich einer der Verdächtigen in die Türkei abgesetzt haben könnte. Der deutsche Staatsbürger könnte nach den bisherigen Ermittlungen die treibende Kraft bei dem Überfall gewesen sein, so die Anklagebehörde. Insgesamt seien noch drei Verdächtige auf der Flucht. Die Namen der Geflüchteten sind laut Polizei bekannt.
Die tödliche Prügelattacke hatte sich In der Nacht zum 14. Oktober ereignet. Mehrere junge Männer hatten einen 20-Jährigen vor einem Lokal in der Rathausstraße in Mitte nahe dem Roten Rathaus so zusammengeschlagen und getreten, dass er einen Tag später seinen Verletzungen erlag.
Der gebürtige Thailänder hatte einem betrunkenen Freund gegen Attacken vermutlich aus derselben Gruppe beistehen wollen, als er angegriffen wurde.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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