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Blumen am Tatort (dpa, 15.10.12)

Kriminalität

Prügelattacke vom Alex: Dritter Verdächtiger in U-Haft

Nach der tödlichen Prügelattacke am Berliner Alexanderplatz ist am Donnerstagabend ein dritter Haftbefehl gegen einen Verdächtigen erlassen worden. Der 21-Jährige sitze nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung sowie Beteiligung an einer Schlägerei in Untersuchungshaft, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, mit.

Der Mann sei aber nicht dringend verdächtig, an der tödlichen Attacke gegen Jonny K. beteiligt gewesen zu sein. Ihm werde vielmehr vorgeworfen, einen anderen Helfer angegriffen zu haben.

Der 21-Jährige, der zunächst geflüchtet war, hatte sich am Vormittag den Ermittlern gestellt.

Der 20-jährige Jonny K. war am 14. Oktober von sechs Männern vor einem Lokal am Berliner Alexanderplatz so brutal zusammengeschlagen worden, dass er einen Tag später an seinen Verletzungen starb. Der Fall sorgte weit über Berlins Grenzen hinaus für Entsetzen und entfachte eine Debatte über Gewalt im öffentlichen Raum. Am Mittwochabend hatten zahlreiche Berliner in der Marienkirche des Opfers gedacht.

Hauptverdächtiger noch in der Türkei

Berlins Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) [dpa]

Berlins Jusitzsenator: Die Behörden kümmern sich um die Auslieferung des mutmaßlichen Haupttäters. 

Damit sitzen inzwischen drei Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Ein weiterer wurde wieder auf freien Fuß gesetzt, nachdem er sich bei den Behörden gestellt hatte.

Zwei mutmaßliche Täter sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch flüchtig, darunter der Hauptverdächtige, der sich in die Türkei abgesetzt hat. Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) sagte am Donnerstag, die deutschen Strafverfolgungsbehörden und die türkische Botschaft kümmerten sich um die Frage, wie seine Auslieferung über die Bühne gehen könne.

Am Mittwochabend hatten Angehörige, Freunde, Bürger und Politiker mit einem Gedenkgottesdienst in der Marienkirche am Alexanderplatz an den Getöteten erinnert. Dessen Schwester Tina K. sagte, eine solche Gewalttat dürfe sich nicht wiederholen. Sie hat inzwischen eine Stiftung gegen Gewalt gegründet.

Stand vom 22.11.2012

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 22.11.2012 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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In der Berliner Marienkirche ist an den 20-Jährigen erinnert worden, der nach einer brutalen Prügelattacke vor gut einem Monat gestorben war. Die Schwester des Opfers will eine Stiftung gegen Gewalt gründen. _mehr

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