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Ein Vater muss wegen schwerer Misshandlungen seines sechs Wochen alten Babys für drei Jahre und zehn Monate in Haft. Der 34-Jährige habe seinen Sohn in Todesgefahr gebracht, hieß es am Freitag im Urteil vor dem Berliner Landgericht.
Der Vater habe den Säugling mindestens zehn Mal extrem heftig geschüttelt. Er habe den Kopf des Kindes gegen die harte Wand eines Sofas geschlagen, schilderte die Richterin die Tat vom 3. April dieses Jahres.
Das Baby kam mit einem Schädelbruch und Gehirnblutungen auf die Intensivstation einer Klinik. Ärzte retteten das Leben des sechs Wochen alten Kindes. Bis heute muss der kleine Junge zum Schutz Tag und Nacht einen Helm tragen. Neurologische Folgeschäden sind "sehr wahrscheinlich", sagte die Richterin.
Der arbeitslose Lagerarbeiter hatte Misshandlungen bestritten und sich auf ein Unglück berufen. Zuletzt hatte der 34-Jährige erklärt, das Baby sei ihm in der Familienwohnung in Berlin-Köpenick aus dem Arm gefallen und auf das Sofa gestürzt. Die Darstellung ist nach Überzeugung des Gerichts wegen des Verletzungsbildes widerlegt.
Zudem sei dem Verurteilten Gewalt nicht fremd. Er habe seine Verlobte geschlagen, als sie mit dem Jungen schwanger war. Die Mutter von drei weiteren Kindern aus anderen Beziehungen war nicht zu Hause. Der 34-Jährige war in seiner Vaterrolle völlig überfordert, so das Gericht.
Das Baby lebt nach Angaben des Staatsanwalts bei einer Pflegefamilie. Der Verurteilte wurde unter Meldeauflagen von der Untersuchungshaft verschont. Das Kind darf er ohne Aufsicht des Jugendamtes nicht treffen.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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