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Der Missbrauchsvorwurf einer jungen Patientin der Berliner Charité trifft möglicherweise nicht zu.
Mittlerweile gebe es Zweifel an den Anschuldigungen der 16-Jährigen, berichtet die "Berliner Zeitung" unter Berufung auf Sicherheitsbehörden. Der sexuelle Übergriff hatte sich nach Darstellung des Mädchens Mitte November im Virchow-Klinikum in Berlin-Wedding ereignet. Der inzwischen suspendierte Pfleger soll etwa drei Minuten mit der Patientin allein gewesen sein.
Die Staatsanwaltschaft habe das mutmaßliche Missbrauchsopfer bisher nicht befragen können, schreibt die Zeitung. Auf eine Ladung als Zeugin habe die junge Frau nicht reagiert. Auch zu Hause sei weder sie noch ihre Familie anzutreffen. Falls es DNA-Proben des vermeintlichen Täters gegeben habe, wären diese mittlerweile nicht mehr nachzuweisen.
Gegen den Pfleger gab es allerdings schon früher Vorwürfe sexueller Übergriffe. Auch er befinde sich derzeit an einem unbekannten Ort, so die Zeitung.
Charité überprüft Mitarbeiter
Am vergangenen Freitag hatte ein Expertenteam zur Aufklärung der Missbrauchsvorwürfe seine Arbeit aufgenommen. Das Gremium unter Leitung der früheren Bundesjustizministerin Brigitte Zypries soll Kommunikationsfehler in der Klinik finden und Verbesserungsvorschläge machen.
Klinikchef Einhäupl hatte sich zudem für erweiterte Führungszeugnisse bei Charité-Beschäftigten ausgesprochen. "Wir haben die Überprüfung aller Beschäftigten beschlossen, die in sensiblen Bereichen arbeiten", sagte er der "Berliner Morgenpost". Von der Maßnahme betroffen sind demnach mehr als 1.000 Ärzte, Pfleger und andere Mitarbeiter, die mit Kindern und psychisch Kranken zu tun haben. Die Kosten dafür werde das Krankenhaus tragen.
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