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Sperrungen am Alexanderplatz (dpa, 29.01.2013)

Stifte mit Säure angereichert

Flusssäure am Alex wurde für Graffiti benutzt

Der Säurealarm am Berliner Alexanderplatz ist durch eine Graffiti-Schmiererei verursacht worden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wollten die unbekannten Täter ihren Schriftzug mittels hochgiftiger Flusssäure in die Glasscheiben an den Bushaltestellen einätzen. 
Dies sei in der Szene durchaus üblich, um die Graffitis dauerhaft zu hinterlassen. Schriftzüge oder Bilder könnten dann nicht mehr mit Reinigungsmitteln entfernt werden.

Man habe an der Kleidung der Verletzten inzwischen untersucht und keine weiteren Säurespuren gefunden, teilte die Sprecherin außerdem mit.

Kann in hoher Konzentration zum Tod führen

Eine Straßenbahn steht in Berlin nach einem Unfall auf einer Kreuzung (Bild: dpa)

Sechs Bus- und Straßenbahn-Haltestellen rund um den Alexanderplatz waren kurzzeitig gesperrt. 

Kurz nach 7.00 Uhr am Dienstag war ein Alarm bei der Polizei eingegangen. Zwei Angestellte einer Werbefirma, die Plakate an Nahverkehrshaltestellen anbrachten, hatten über Beschwerden beim Atmen geklagt und äußerten den Verdacht, dass ihre Beschwerden durch Flusssäure verursacht worden seien.

Polizei und Feuerwehr sperrten daraufhin sechs Bus- und Straßenbahnhaltestellen in der Karl-Liebknecht-Straße und rund um den Alexanderplatz. Auch eine Schülerin musste nach Kontakt mit der Säure im Krankenhaus behandelt werden.

Flusssäure ist ein hochgiftiges und ätzendes Gift, das bei Berührung sofort von der Haut aufgenommen wird. Dadurch ist eine Verätzung tieferer Gewebeschichten und der Knochen möglich, ohne dass die Haut äußerlich sichtbar verwundet ist. Der Kontakt mit der Säure kann zu unheilbaren Verletzungen führen. Im Extremfall kann ein großflächiger Kontakt mit Flusssäure sogar tödlich sein. Wird sie in hoher Konzentration eingeatmet, kann das in kurzer Zeit zum Tod führen.

Die Substanz wird zum Ätzen von Glas und Metallen eingesetzt und in der Computerchip-Produktion und bei der Fassadenreinigung verwendet. In Verbindung unter anderem mit Kalium oder Natrium besteht Explosionsgefahr.

Stand vom 30.01.2013

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 30.01.2013 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Mehr Infos

Audio 29.01.13

Dienstag, 29. Januar 2013

EasyTrack -> New Take Polizeisprecher Michael Merkle zu Flusssäure Anschlag auf
Spuren an Wartehäuschen

Polizeisprecher Michael Merkle erkläutert Einzelheiten zu den Flusssäure-Spuren am Berliner Alexanderplatz: Eine Schülerin und zwei Mitarbeiter einer Werbefirma kamen an Haltestellen mit Flusssäure in Kontakt. Sie mussten im Krankenhaus behandelt werden.

EasyTrack -> New Take Polizeisprecher Michael Merkle zu Flusssäure Anschlag auf
[Audio]

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