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Der Winter ist zurück in Berlin und Brandenburg: Bis Samstag soll es weiter schneien in der Region. Am Freitagmorgen haben Schneefall und Glätte zu einer Reihe von Unfällen geführt; dabei sind mindestens zehn Menschen verletzt worden.
Bei teils kräftigem Schneefall registrierte die Polizei am Freitag in Brandenburg ein erhöhtes Unfallaufkommen. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Potsdam auf Anfrage sagte, wurden zwischen Mitternacht und 10.00 Uhr insgesamt 84 Unfälle gemeldet, ein Großteil davon im Berufsverkehr zwischen 6.30 und 8.30 Uhr. Etwa die Hälfte der Unfälle wurde als witterungsbedingt eingestuft.
Bei den Unfällen wurden sechs Menschen verletzt, ansonsten blieb es überwiegend bei Blechschäden. Von Vorteil war aus Sicht der Polizei, dass in Brandenburg noch Schulferien waren und daher weniger Verkehr auf den Straßen herrschte.
Busse und Bahnen fahren normal
Auch im öffentlichen Personennahverkehr wurden bislang keine Einschränkungen gemeldet. Wie S-Bahn-Sprecher Burkhard Ahlert rbb-online sagte, lief bei der S-Bahn am Freitagvormittag "alles rund". Der bisher gefallene Neuschnee sei für die S-Bahn kein Problem, sagte Ahlert. Auch für den Regionalverkehr wurden bisher keine besonderen Vorkommnisse gemeldet.
Laut rbb-Verkehrsfunk war es schon in den vergangenen Tagen "recht ruhig" in Berlin und der gesamten Region. Wie es aus der Verkehrsredaktion hieß, ist der Autoverkehr wegen der Winterferien in den vergangenen Tagen deutlich zurückgegangen. Zwar habe es am Freitag aufgrund des Schneefalls mehr Unfälle als sonst gegeben, insgesamt laufe der Verkehr aber "ganz normal". Mit dem Rückreiseverkehr könnte sich das aber am Wochenende noch einmal ändern, vor allem wenn der Schneefall weiter anhalte.
Schneefall hält noch bis Samstagabend an
Der Wetterdienst Meteogroup geht davon aus, dass es am Freitag und Samstag immer wieder zu Schneeschauern kommen kann, die in der Nacht zu Samstag noch einmal ein bis drei Zentimeter Neuschnee bringen können. Wie Wetterexperte Karsten Kürbis rbb-online sagte, ist dies für die Jahreszeit aber nicht ungewöhnlich.
Den meisten Neuschnee hat es in der Nacht zu Freitag laut Meteogroup im Hohen Fläming gegeben. Dort wurden sieben Zentimeter gemessen. In Berlin und weiten Teilen Brandenburgs habe sich nur eine leichte Schneedecke mit ein bis drei Zentimetern gebildet, sagte Kürbis.
Am Samstag werde es immer wieder schneien, nachmitttags seien neben kurzen Auflockerungen auch Graupelschauer möglich. Die Temperatur steige auf max. zwei Grad, was dazu führe, dass es auch wieder zu tauen beginne. Nachts bleibe es weiter frostig. Am Sonntag werden die Schneeschauer dann aufhören. Es werde wieder etwas wärmer, wobei sich auch die Sonne wieder blicken lasse.
Ein tödlicher Unfall bei Chorin - vier Verletzte in Altglienicke
Zwei schwere Unfälle ereigneten sich am Donnerstagabend und am Freitagmorgen in Chorin (Barnim) und in Altglienicke (Berlin), wobei der Unfall bei Chorin mit Wetterlage nichts zu tun hatte: Wie die Polizei mitteilte, war eine 60-Jährige war auf der Landstraße 23 unterwegs, als ihr ein anderer Autofahrer entgegenkam, der an einer Bergkuppe mehrere Fahrzeuge überholen woltle. Die Frau stieß mit dem PKW des 61-Jährigen frontal zusammen. Sie starb noch an der Unfallstelle. Der 61-Jährige blieb unverletzt.
Zu witterungsbedingten Behinderungen kam es laut Polizei vor allem in der Prignitz und im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Da der Schneefall andauerte, rechnet die Polizei mit weiteren Problemen.
Auch in Berlin kam es laut Angaben der Polizei gegenüber normalen Tagen zu einer "leicht erhöhten Zahl von Unfällen". Wie ein Sprecher rbb-online am Freitagvormittag sagte, wurden bis um 10.00 Uhr insgesamt 92 Verkehrsunfälle in der Hauptstadt gemeldet.
Bei einem Unfall am frühen Freitagmorgen in Berlin-Altglienicke wurden vier Menschen verletzt, mindestens einer davon lebensgefährlich. Ein 82-Jähriger musste laut Angaben der Polizei noch an der Unfallstelle wiederbelebt werden.
Die genaue Unfallursache war zunächst unklar. Möglicherweise habe der 82-Jährige aber wegen eines Herzproblems die Kontrolle über sein Auto verloren. Besonders die beiden älteren Menschen habe es "sehr schwer erwischt», sagte ein Polizeisprecher.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg