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Anteil erneuerbarer Energien steigt

In Brandenburg werden rund 60 Prozent des Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt.

Das geht aus dem Bericht "Umweltdaten Brandenburg" hervor, der am Montag in Potsdam vorgelegt wurde. Der Anteil bei der Primärenergie (Strom, Wärme, Kraftstoff) erreichte 2008 demnach fast 14 Prozent.

Bei erneuerbarer Energie habe Brandenburg weiterhin eine Vorreiterrolle, sagte der Präsident des Landesumweltamts, Matthias Freude, der rbb-Welle "Antenne Brandenburg".

Jede Woche ein neuer Windpark

Windräder (dpa-Archivbild)

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Insgesamt werden in Brandenburg 2800 Windkraft- und 190 Biogasanlagen betrieben. Allein im vergangenen Jahr seien 52 neue Windparks und 40 neue Biogasanlagen bewilligt worden, sagte Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack (Linke) am Montag. 2009 erzeugten dreimal so viele Anlagen Strom aus erneuerbaren Energien wie 2004. "Damit ist Brandenburg Vorreiter auf diesem Gebiet", so die Ministerin.

Nach der selbst gestellten Energiestrategie soll der Anteil erneuerbarer Energien in Brandenburg am gesamten Energieverbrauch bis 2020 auf 20 Prozent steigen.

Deiche an Oder und Elbe weitgehend saniert

Hochwasser bei Wittenberge (2009)

Hochwasser bei Wittenberge (2009) 

Zugleich bescheinigt der Umweltdaten-Report die fast vollständige Sanierung der Deiche an Oder und Elbe. Seit den Hochwassern von 1997 und 2002 seien mit fast 140 Kilometern an der Oder mehr als 80 Prozent der
Hauptdeiche saniert, so Freude. An der Elbe seien es mit 76 Kilometern knapp 90 Prozent. Das Landesumweltamt habe für die Sanierung bisher insgesamt rund 270 Millionen Euro eingesetzt.

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) kritisierte dagegen den Deichbau als "kontraproduktiv und umweltschädlich". Der Bau von Deichen und die Entwässerung von Niederungen seien nicht geeignet, Hochwassern zu begegnen, sagte NABU-Landeschef Tom Kirschey. Zudem würden dadurch wertvolle Feuchtgebiete und Moorflächen geschädigt.


Stand vom 08.03.2010

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 08.03.2010 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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