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Das weltweit erste Wasserstoff-Hybridkraftwerk zur klimafreundlichen Energieerzeugung ist am Dienstag in Prenzlau in der Uckermark in Betrieb gegangen.
Die Anlage kann mit Hilfe überschüssiger Windenergie Wasserstoff herstellen. Dieser wird gespeichert und kann in windarmen Zeiten wieder der Energieerzeugung dienen. Bei Bedarf kann der Wasserstoff dann noch durch Biogas ergänzt werden.
In dem Hybridkraftwerk wird nicht nur Strom produziert, sondern der erzeugte Wasserstoff kann auch als Kraftstoff abgefüllt werden. Autofahrer in Berlin und Hamburg sollen ihn demnächst tanken können.
Platzeck: Technologischer Quantensprung.
Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) sprach bei der Inbetriebnahme von einem technologischen Quantensprung.
Für das Projekt arbeitet das Unternehmen Enertrag nach eigenen Angaben mit dem Mineralölkonzern Total, dem Energieunternehmen Vattenfall und der Deutschen Bahn zusammen. Ziel sei es, die Energiequellen Wind, Wasserstoff und Biogas zu vernetzen, um deren jeweilige Vorteile zu nutzen.
Mit drei installierten Windrädern und den anderen Komponenten komme das Hybridkraftwerk auf eine Leistung von sechs Megawatt. Ursprünglich sollte die Anlage im Sommer 2010 eröffnet werden. Doch eine verspätete Fördermittelzusage und technische Probleme verzögerten die Fertigstellung. Die Gesamtkosten liegen bei rund 21 Millionen Euro.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/wirtschaft/2011_10/neuartiges_hybridkraftwerk.html