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Auch nach dem Scheitern des Milliarden-Projekts zur unterirdischen CO2-Speicherung will Brandenburgs Landesregierung an der Braunkohle-Verstromung festhalten. Bei der angestrebten Energiewende werde die heimische Kohle als Brückentechnologie gebraucht, sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) am Dienstag im rbb.
Ähnlich äußerte sich die Linke im Potsdamer Landtag. Ihr energiepolitischer Sprecher Thomas Domres bekräftigte aber gleichzeitig das Ziel, bis zum Jahr 2040 aus der Braunkohle auszusteigen. Die Opposition aus CDU, Grünen und FDP forderte deshalb eine Regierungserklärung zur Energiepolitik. Offenbar gebe es Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Landesregierung , sagte Grünen-Fraktionschef Axel Vogel.
Der Energieversorger Vattenfall hatte am Vortag angekündigt, die Pläne für ein Kohlekraftwerk mit unterirdischer CO2-Speicherung fallenzulassen. Die 1,5 Milliarden Euro teure Pilotanlage sollte bis zum Jahr 2016 in Jänschwalde bei Cottbus in Betrieb gehen. Mehrere Wirtschaftsverbände bedauerten die Entscheidung. Mit der Absage entgingen der Wirtschaft Aufträge im Volumen von 1,5 Milliarden Euro, beklagten die Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer Cottbus.
Wie geht es mit der CCS-Technologie weiter?
Bürgerinitiativen in Ostbrandenburg begrüßten hingegen den vorläufigen Verzicht auf unterirdische CO2-Speicher. Dennoch blieben die Initiativen in den potenziell betroffenen Regionen um Beeskow (Oder-Spree) und Neutrebbin (Märkisch-Oderland) skeptisch, so ein Sprecher. Der Konzern werde zwar das geplante Kraftwerk in Jänschwalde vorläufig nicht bauen, habe sich aber nicht komplett von der sogenannten CCS-Technologie verabschiedet. Tatsächlich setzt Vattenfall auch nach dem Aus für das Jänschwalde-Projekt auf CCS.
Man baue darauf, dass andere Unternehmen das Verfahren zur Serienreife bringen, sagte eine Konzernsprecherin am Dienstag. Dann könne Vattenfall die Technologie kaufen und in den 2020er Jahren ein Kraftwerk in Jänschwalde errichten. Bei der sogenannten CCS-Technologie wird der Klimakiller Kohlendioxid, der bei der Kohleverstromung entsteht, nicht in die Atmosphäre geblasen, sondern abgetrennt und in unterirdischen Speichern gelagert.
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