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Nach Ansicht des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) gibt es derzeit keine Verdrängung von alteingesessenen Mietern aus Berliner Innenstadtbezirken. BBU-Vorstand Maren Kern sagte am Dienstag, es gebe nach wie vor eine gute Durchmischung in allen Teilen Berlins. So sei etwa der Anteil von "Hartz IV"-Empfängern, die in Mitte wohnten, stabil.
Kern räumte ein, dass der Mietwohnungsmarkt in Bewegung sei, es gebe aber keine Flucht von weniger begüterten Mietern aus zentralen Lagen. Sie sprach in diesem Zusammenhang von einer "irrationalen Diskussion". Der Berliner Mieterverein warf dem Verband hingegen "Schönfärberei" vor. Haushalte mit geringem Einkommen fänden oft nur noch am Stadtrand eine Wohnung.
Nach BBU-Erhebungen wurde bei Neuvermietungen in Berlin im vergangenen Jahr ein Quadratmeterpreis von durchschnittlich 5,48 Euro verlangt. Teuerster Bezirk sei Charlottenburg-Wilmersdorf mit 6,21 Euro gewesen - der Spitzenwert liege dort aber schon bei 12,74 Euro pro Quadratmeter.
In Brandenburg wurden die höchsten Mieten bei den BBU-Unternehmen in Teltow mit 5,46 Euro registriert. In Frankfurt (Oder) waren pro Quadratmeter hingegen lediglich 4,00 Euro fällig.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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