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Beschäftigte des Solarmodul-Herstellers First Solar in Frankfurt (Oder) haben gegen die geplanten Einschnitte bei der staatlichen Solar-Förderung demonstriert. Vor der Fabrik versammelten sich am Donnerstag rund 200 Mitarbeiter sowie der Betriebsrat und die Geschäftsführung. Die Pläne der Bundesregierung sehen vor, die wegen Milliardenkosten umstrittene Förderung der Sonnenenergie bereits im kommenden Monat um bis zu 30 Prozent zu senken.
Der Geschäftsführer von First Solar, Burghard von Westerholt, bezeichnete die Pläne als dramatisch. Dem rbb sagte er, speziell die Dünnschicht-Technologie seines Unternehmens werde vor allem in Großanlagen eingesetzt. Gerade dort werde nun gekürzt. Der Betriebsratsvorsitzender Uwe Krautz sprach von einer mittleren Katastrophe. First Solar sei bereits in Kurzarbeit, weil es Probleme auf dem europäischen Markt gebe.
Die ebenfalls in Frankfurt ansässigen Unternehmen Odersun und Conergy gaben sich zunächst abwartend. Jana Ludwig von Odersun sagte, sie rechne derzeit "eher nicht" mit dramatischen Auswirkungen. Das Netzwerk Solarregion Berlin-Brandenburg bezeichnete die Regierungspläne hingegen als "existenzbedrohend für die Solarbranche in Brandenburg".
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/wirtschaft/2012_02/protest_gegen_einschnitte.html