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Das Land Berlin kann die Wasserbetriebe offenbar komplett zurückkaufen. Nach dem Energieversorger RWE will sich auch der französische Veolia-Konzern von seinen Anteilen trennen, bestätigte eine Sprecherin von Finanzsenator Nußbaum am Dienstag.
Der Preis für den 24,95-Prozent-Anteil von Veolia soll, wie bei RWE, bei rund 650 Mio. Euro liegen. Damit würden die beiden Unternehmen in etwa die Summe bekommen, die sie 1999 für den Einstieg bei den Wasserbetrieben gezahlt hatten.
Finanzsenator Nußbaum (parteilos) hatte angekündigt, einen Rückkauf der Anteile mit den Gewinnen zu finanzieren, die bisher an RWE und Veolia flossen. Seit 1999 sollen es etwa 1,3 Milliarden Euro gewesen sein.
Das Bundeskartellamt hatte in der vergangenen Woche verfügt, dass die "missbräuchlich überhöhten" Trinkwasserpreise in Berlin gesenkt werden müssen: In den nächsten drei Jahren um durchschnittlich 17 bis 18 Prozent. Die Wasserbetriebe wollen gegen diese Verfügung aber klagen.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/wirtschaft/2012_06/berlin_kann_offenbar.html