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Die deutsch-kanadische Central European Petroleum GmbH errichtet im brandenburgischen Guhlen (Dahme-Spreewald) einen Bohrturm (Bild: dpa)

Rohstoffe

Probebohrung nach Erdöl in der Niederlausitz beginnt

Nach jahrzehntelanger Pause wird seit Mittwoch in der Niederlausitz erstmals wieder nach Erdöl gebohrt. Wie die in Berlin ansässige Firma Central European Petroleum GmbH (CEP) mitteilte, begannen in der Nähe von Guhlen (Dahme-Spreewald) Arbeiten für eine erste Probebohrung.

Die Bohrung soll bis in eine Tiefe von 2850 Metern reichen und in sechs Wochen fertig sein. CEP investier in das Vorhaben eigenen Angaben zufolge rund zwölf Millionen Euro. In drei Jahren könnte die Förderung beginnen.

In der Lagerstätte vermutet das Unternehmen bis zu fünf Millionen Tonnen förderbares Erdöl. Diese Menge sei fünfmal größer als der durchschnittliche Umfang von Neufunden in Europa während der letzten Jahre, hieß es.

Unterirdisches Lager reicht von Guhlen bis Peitz

Der Vize-Präsident der deutsch-kanadische Central European Petroleum GmbH, Thomas Schröter, steht im brandenburgischen Guhlen (Bild: dpa)

Projektleiter Thomas Schröter 

Die Bohrung soll nun die praktische Bestätigung für dieses Voruntersuchungen bringen, die schon seit längerem in der Gegend durchgeführt werden. CEP unternimmt im Feld Lübben seit 2009 seismische Messungen der tiefen Erdschichten. Die etwa 1500 Quadratkilometer große Fläche reicht von Guhlen in der Nähe des Schwielochsees bis Peitz (Spree-Neiße) nördlich von Cottbus.

Sollte die Probebohrung die erwarteten Ergebnisse bringen, müsste CEP erneut ein Genehmigungsverfahren auf Fördererlaubnis für diesen Fund auf den Weg bringen. "Falls das Landesbergamt in Cottbus der CEP eine Förderbewilligung erteilt, könnten wir ab 2015 mit der Ölförderung in Guhlen beginnen", sagte Projektleiter Thomas Schröter der Nachrichtenagentur dpa.

Erdöl ist bereits von den 1960er bis in die 1990er Jahre in der Lausitz aus mehreren Bohrlöchern gefördert worden. Zurzeit produziert in Brandenburg nur noch das Unternehmen Gaz de France etwa 20.000 Tonnen Erdöl bei Küstrin-Kietz (Oder-Spree) aus einer schon zur DDR-Zeiten erschlossenen Förderstätte.

Stand vom 29.08.2012

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 29.08.2012 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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