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Die Veranstalter der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA haben eine positive Zwischenbilanz gezogen. Das neue Gelände bei Schönefeld biete eine gute Basis, die Messe auch in Zukunft flexibel weiterzuentwickeln, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), Dietmar Schrick, am Samstag in Schönefeld.
Aus Sicht der Industrie habe die neue ILA ihre Bewährungsprobe bestanden, auch wenn milliardenschwere Verträge diesmal nicht verkündet werden konnten. "Die Resonanz der Aussteller auf das neue Gelände ist sehr positiv, weil die Wege sehr kurz sind", so Schrick.
Bis zum Messeschluss am Sonntagabend würden wie bei der ILA vor zwei Jahren rund 230.000 Besucher erwartet. Darunter seien 125.000 Fachbesucher und damit so viele wie bei der Luftfahrtmesse 2010. Aussteller und auswärtige Besucher hätten der Hauptstadtregion einen zusätzlichen Umsatz von etwa 190 Millionen Euro gebracht, so die Messe.
Über 1200 Aussteller präsentieren sich
Die ersten drei Tage waren dem Fachpublikum vorbehalten. Seit Freitag nun steht die Messe dem Publikum offen und zog mit vielen Attraktionen wie dem Riesenfrachtflugzeug Airbus Beluga zehntausende Besucher an. Groß war auch das Interesse am Airbus-Militärtransporter A400M. Die ILA zeigt insgesamt 270 Fluggeräte, darunter auch Oldtimer und unbemannte Drohnen.
Die ILA ist die erste Messe, die auf dem neuen Veranstaltungsgelände ExpoCenter Airport in der Nähe des künftigen Flughafens Berlin Brandenburg ausgerichtet wird.
1.243 Aussteller aus 46 Ländern präsentieren dort seit Dienstag die neuesten Produkte der Branche. Die Region Berlin-Brandenburg ist mit etwa 100 Ausstellern vertreten.
Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) hatte am Mittwoch bekanntgegeben, dass die ILA auf dem neuen Messegelände mindestens bis 2020 bleiben werde. Der jetzige Umfang von Flugshows werde dann jedoch nicht mehr möglich sein. Der neue Flughafen in Schönefeld wird den Planungen zufolge bis dahin in Betrieb gegangen sein. Es sei aber allgemeiner Konsens, auf jeden Fall die notwendige Attraktivität der Ausstellung zu gewährleisten.
Die nächste ILA ist für den Mai 2014 geplant.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg