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Der Verlag Axel Springer will die Redaktionen von mehreren Publikationen zusammenlegen. Die Tageszeitungen "Die Welt", die "Berliner Morgenpost" und das "Hamburger Abendblatt" sollen noch in diesem Jahr eine Redaktionsgemeinschaft an den Standorten Berlin und Hamburg bilden, wie das Unternehmen am Freitag in Berlin mitteilte.
Notwendige Personalveränderungen sollen der Pressemitteilung zufolge sozialverträglich umgesetzt werden. Zahlen wollte die Sprecherin Bianca-Maria Brandt nicht nennen. "Wir machen uns wetterfest", sagte sie zur Begründung der Organisationsänderung.
Die überregionalen Inhalte aller Titel entstehen künftig unter Federführung der Welt-Gruppe, die Themen aus der Hauptstadt werden im Newsroom der "Berliner Morgenpost" entwickelt. Im Newsroom des "Hamburger Abendblatts" werden der Mitteilung zufolge künftig die Hamburg-Themen der gesamten Redaktionsgemeinschaft wie auch die Regionalteile der "Welt"-Titel und der "Welt am Sonntag" produziert.
Journalistenverbände befürchten Schaden für die Medienvielfalt
Journalistenverbände kritisierten das Vorhaben. Der Deutsche Journalisten-Verband forderte den Verlag am Freitag in einer Mitteilung auf, die Zusammenlegung zu stoppen. "Das kostet journalistische Arbeitsplätze und schadet der Medienvielfalt", kritisierte der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken: "Es ist zu befürchten, dass 'Welt', 'Welt am Sonntag', 'Hamburger Abendblatt' und 'Berliner Morgenpost' ihre journalistische Eigenständigkeit verlieren.“
Ähnlich äußerte sich auch die Deutsche Journalistinnen und Journalisten Union (dju) in der Gewerkschaft ver.di.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/wirtschaft/2012_10/springer_legt_redaktionen.html