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Blick auf das weitgehend sanierte Viertel zwischen Rosenthaler Platz und Alte Schönhauser Straße (Bild: dpa).

Wohnbau

Mieterschutzbund kritisiert hohe Preise für sanierte Wohnungen

Der Berlin Mieterschutzbund fordert bezahlbare Mieten für sanierte Wohnungen.

Die energetische Sanierung von Häusern sei oft ein Gewinngeschäft für Vermieter ist, sagte der Pressesprecher des Mieterschutzbundes, Brenner. Sanierungen bedeuteten in vielen Fällen versteckte Mieterhöhungen. Zunehmend sei auch die Mittelschicht gezwungen, in unsanierte und billigere Wohnungen umzuziehen.

Brenner forderte daher Nachbesserungen bei der Umlage von Investitionskosten auf Mieter. Derzeit könnten elf Prozent dieser Kosten von den Mietern verlangt werden. Doch es gebe Fälle, in denen die zusätzlichen Gelder auch dann noch abkassiert werden, wenn sich die Sanierung bereits ausgezahlt habe.

Nach Einschätzung des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) wird in Berlin zu langsam und ineffizient saniert. Weit über die Hälfte der über 1,9 Millionen Wohnungen seien noch nicht oder nur teilweise erneuert.

Mehrere Verbände forderten eine Erhöhung der Fördermittel für die energetische Sanierung. Derzeit werden dafür jährlich 1,5 Milliarden Euro ausgegeben. Gebraucht werde die dreifache Summe, hieß es zum Beispiel vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen.

Stand vom 02.11.2012

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 02.11.2012 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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