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Für viele Berliner und Brandenburger ist sie mittlerweile ein fester Termin im Eventkalender: Am Donnerstagabend hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) die 78. Ausgabe der weltgrößten Agrarmesse Grüne Woche eröffnet. Die deutsche Landwirtschaft kann nach ihren Worten mit Zuversicht
und Selbstbewusstsein ins neue Jahr gehen. Einkommen und Erlöse entwickelten sich besser als in den Vorjahren, sagte Aigner.
Begleitet wurde Aigner von der holländischen Staatssekretärin für Landwirtschaft, Sharon Dijksma. Die Niederlande sind in diesem Jahr das Partnerland der Messe.
Zehn Tage lang zeigen 1.630 Aussteller aus 67 Ländern Produkte und Trends aus Landwirtschaft, Ernährungsindustrie und Gartenbau. Über 400.00 Besucher werden erwartet.
Die Branche zeigt sich vor ihrem Jahresauftakt optimistisch. Anders als in manchen Vorjahren beherrscht kein Lebensmittelskandal die Debatten. Deutsche Produkte finden in Europa und darüber hinaus immer mehr Abnehmer, der Export treibt die Umsätze in die Höhe. Höhere Kosten für Rohstoffe, Löhne und Energie machen Lebensmittel nach Branchenerwartungen in diesem Jahr teurer.
Letzter Besuch eines Kanzlers im Jahr 1983
Zum Eröffnungsrundgang am Freitag wird hoher Besuch erwartet: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird gemeinsam mit Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) zum Eröffnungsrundgang der Internationalen Grünen Woche in Berlin erwartet.
Es sei wahrscheinlich das erste Mal seit 30 Jahren, dass ein deutscher Regierungschef den Ausstellungsbereich der Grünen Woche besuche, sagte ein Messesprecher am Samstag. Zuletzt hatte Bundeskanzler Helmut Kohl die Grüne Woche im Jahr 1983 besucht.
Im Vordergrund steht das Schlemmen
Besucher der Grünen Woche dürfen sich auf über 100.000 Spezialitäten zum Verköstigen freuen. Denn das steht auf der Tagesordnung ganz oben: probieren, was es sonst nicht zu probieren gibt. Nicht ohne Grund wird die Messe als größte Schlemmermeile der Welt bezeichnet.
In diesem Jahr sind die Niederlande das Partnerland der Grünen Woche. Bereits zum 60. Mal präsentieren sich die Holländer auf der Grünen Woche. Hier können vor allem die typischen und beliebten holländischen Spezialitäten probiert werden - talergroße Gebäckleckereien (Poffertjes), Käsespezialitäten von Edamer bis Gouda, frische Austern, milder Matjes, zartes Kalbfleisch und Bier.
Es kommen aber auch immer wieder neue Länder hinzu: 2013 werden sich erstmals der Sudan und der Kosovo mit ihren landestypischen Spezialitäten präsentieren.
S-Bahn erweitert ihr Zugangebot
Während der Grünen Woche vom 18. bis 27. Januar erweitert die Berliner S-Bahn ihr Zugangebot zum Messegelände am Funkturm. An allen Veranstaltungstagen wird die über den Bahnhof Messe Süd verkehrende Linie S5 durch zusätzliche Fahrten der Linie S75 verstärkt, teilte die Bahn mit.
Von 9.00 bis 19.00 Uhr fahren damit innerhalb von jeweils 20 Minuten drei Züge pro Richtung, während der verlängerten Öffnungszeiten abends auch bis 21.00 Uhr. Die Fahrzeit mit der S-Bahn vom Hauptbahnhof zum Bahnhof Messe Süd betrage 17 Minuten.
Zum Bahnhof Messe Nord/ICC fahren die Ringbahnlinien S41/S42 während der Hauptverkehrszeiten nach Bahnangaben im Fünf-Minuten-Takt; sonst alle zehn Minuten. Hinzu kommen die Züge der Linie S46, die im 20-Minuten-Takt zwischen Königs Wusterhausen und Westend verkehren. Während der Messe fahren auch an den Wochenenden sogenannte Vollzüge mit jeweils acht Wagen.
Die S-Bahn wies darauf hin, dass der Bahnhof Messe Nord/ICC von den Fern- und Regionalbahnhöfen Gesundbrunnen und Südkreuz jeweils in 15 Minuten erreichbar ist.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/wirtschaft/2013_01/gruene_woche_2013.html