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Deutsche Milliarden aus Privathand für wohltätige Zwecke – das war die Nachricht vom Mittwochmorgen. Am Abend aber war sie bereits Makulatur. Der SAP-Gründer und private Multimilliardär Hasso Plattner tritt nicht der Milliardärsstiftung "The Giving Pledge" bei. Ja, er will weiter auch stiften und mit seiner Stiftung Projekte unterstützen, Bill Gates' "The Giving Pledge" aber bekomme keine Verfügung, sagte er dem "Tagesspiegel".
Der SAP-Gründer und private Multimilliardär Hasso Plattner hat der Meldung widersprochen, er werde der Stiftung "The Giving Pledge" die Hälfte seines Vermögens spenden. Im "Tagesspiegel" äußerte Plattner Kritik an Microsoft -Gründer und "Giving Pledge"-Aktivist Bill Gates: "Ich fühle mich von Bill Gates hintergangen und ausgenutzt", zitierte das Blatt Plattner. Gates suche offenbar ein Zugpferd für seine Spendenkampagne. Es stimme nicht, dass er mindestens die Hälfte seines Milliarden-Vermögens für gemeinnützige Zwecke spenden wolle, sagte Plattner dem Blatt.
Bericht: Verbreitete Erklärung war keine Beitrittserklärung
Nach Darstellung der Zeitung habe die Stiftung eine Erklärung Plattners über die Einrichtung seiner gemeinnützigen Stiftungen als Begründung für seinen angeblichen Beitritt ausgegeben.
Plattner hat vor Jahren die Hasso-Plattner-Stiftung für Softwaresystemtechnik gegründet, die die Forschung und die Ausbildung von computergestützter Systemtechnik vorantreibt.
Plattner begründete dem "Tagesspiegel" gegenüber seinen Abstand zu der Milliardärsstiftung "Giving Pledge" und sein gleichzeitiges weiteres Engagement bei seinen bisher unterstützten Stiftungen damit, dass er sich weiter dem Unternehmen SAP verpflichtet sehe, hier aber nicht Einfluss nehmen könne, wenn sein Vermögen, mit dem er dort beteiligt sei, spende. Er fühle sich einerseits dem Unternehmen verpflichtet, das er einst mitbegründet hatte, andererseits wolle er der Gesellschaft, die seine Ausbildung ermöglichte, etwas zurückgeben. "Die Stiftung ist die Möglichkeit, beides zu tun." Auch für andere wohltätige Zwecke engagiert sich Plattner, etwa für die Aids-Forschung und -Aufklärung in Afrika.
"The Giving Pledge" um Spender außerhalb der USA bemüht
Der Initiative von Buffett und Gates können Menschen beitreten, die mindestens die Hälfte ihres Vermögens spenden wollen. Für was und wann sie das Geld ausgeben, bleibt ihnen überlassen. "The Giving Pledge" bringt Menschen zusammen, um Ideen auszutauschen, wie man klüger und so effektiv wie möglich spenden kann", erläuterte Bill Gates, der als einer der reichsten Männer der Welt gilt.
Zu den Spendenwilligen zählen neben Mitgründer Buffett auch Regisseur George Lucas, CNN-Gründer Ted Turner und Facebook -Erfinder Mark Zuckerberg. Erstmals traten nun der Initiative Spender von außerhalb der USA bei - aus acht verschiedenen Ländern, darunter auch Russland, Indien und Südafrika.
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