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Was passiert im Körper, wenn wir uns verlieben? Wann kommen welche Hormone ins Spiel? Liebe beginnt im Kopf, das Gehirn ist das größte Liebes- und Sexorgan.
Oxytocin, das Kuschelhormon, fördert Nähe und Sex. Später, in der Bindungsphase, agiert Vasopressin. Die Biochemie der Liebe ist fast entschlüsselt - ist sie damit auch entzaubert?
Manuskript:
Wenn zwei Menschen sich begegnen. Zuerst entscheiden die Blicke, ob der andere gefällt. Und dann geht die Liebe durch die Nase. Ob der Duft des anderen anzieht, bestimmen die Pheromone, die fliegenden Sexuallockstoffe des Menschen. Sie docken an winzige Rezeptoren in der Nasenschleimhaut an. Die lösen einen Reiz aus, der über den Riechnerv ins Gehirn weitergeleitet wird. Die Liebe, sie entsteht im Kopf.
Das Gehirn ist unser größtes Liebes- und Sexorgan. Um Verliebtheit zu erzeugen, wird das mächtige Belohnungszentrum aktiviert, gelegen in einem evolutionär sehr alten Hirnbereich. Es verfügt über die höchste Dichte an Rezeptoren für die „Liebeshormone“ Oxytocin und Vasopressin. Zusammen mit dem Glückshormon Dopamin entfachen sie das Feuer. Das sogenannte Kuschelhormon, Oxytocin, fördert das Bedürfnis nach Nähe und Sex. Es lässt Stress nur so dahin schmelzen, verleiht einer Berührung den Hauch von Magie. Je leidenschaftlicher die Beziehung, je mehr Oxytocin also beteiligt ist, desto stärker kann die emotionale Bindung werden. Weitere Hormone sorgen für die typischen Hochgefühle: neben dem euphorisierenden Dopamin auch das aufputschende Adrenalin.
Das Herz schlägt schneller, die Sinne werden intensiviert. Frischverliebte fühlen sich voller Energie, brauchen kaum Schlaf oder Essen. Alle Gedanken kreisen nur um das eine. Im Bauch scheinen Schmetterlinge zu flattern. Bei Liebestollen sind die gleichen Hirnregionen aktiv wie bei Drogensüchtigen nach einem Schuss. Sie sind high… Ist die erste himmelstürmende Phase vorbei, nach ein paar Wochen oder Monaten meist, beginnt die „freundschaftliche Liebe“. Jetzt kommt das Hormon Vasopressin mit ins Spiel. Es unterstützt die Bindung und wird auch als Treuehormon bezeichnet. Schwedische Wissenschaftler wiesen nach, dass die Hormondichte im Gehirn genetisch beeinflusst ist. Das heißt, manche Menschen haben potentere Bindungs-Gene - und sind deshalb liebesfähiger.
Ein Bericht von Anne Hoffmann.
Manuskript:
Wenn zwei Menschen sich begegnen. Zuerst entscheiden die Blicke, ob der andere gefällt. Und dann geht die Liebe durch die Nase. Ob der Duft des anderen anzieht, bestimmen die Pheromone, die fliegenden Sexuallockstoffe des Menschen. Sie docken an winzige Rezeptoren in der Nasenschleimhaut an. Die lösen einen Reiz aus, der über den Riechnerv ins Gehirn weitergeleitet wird. Die Liebe, sie entsteht im Kopf.
Das Gehirn ist unser größtes Liebes- und Sexorgan. Um Verliebtheit zu erzeugen, wird das mächtige Belohnungszentrum aktiviert, gelegen in einem evolutionär sehr alten Hirnbereich. Es verfügt über die höchste Dichte an Rezeptoren für die „Liebeshormone“ Oxytocin und Vasopressin. Zusammen mit dem Glückshormon Dopamin entfachen sie das Feuer. Das sogenannte Kuschelhormon, Oxytocin, fördert das Bedürfnis nach Nähe und Sex. Es lässt Stress nur so dahin schmelzen, verleiht einer Berührung den Hauch von Magie. Je leidenschaftlicher die Beziehung, je mehr Oxytocin also beteiligt ist, desto stärker kann die emotionale Bindung werden. Weitere Hormone sorgen für die typischen Hochgefühle: neben dem euphorisierenden Dopamin auch das aufputschende Adrenalin.
Das Herz schlägt schneller, die Sinne werden intensiviert. Frischverliebte fühlen sich voller Energie, brauchen kaum Schlaf oder Essen. Alle Gedanken kreisen nur um das eine. Im Bauch scheinen Schmetterlinge zu flattern. Bei Liebestollen sind die gleichen Hirnregionen aktiv wie bei Drogensüchtigen nach einem Schuss. Sie sind high… Ist die erste himmelstürmende Phase vorbei, nach ein paar Wochen oder Monaten meist, beginnt die „freundschaftliche Liebe“. Jetzt kommt das Hormon Vasopressin mit ins Spiel. Es unterstützt die Bindung und wird auch als Treuehormon bezeichnet. Schwedische Wissenschaftler wiesen nach, dass die Hormondichte im Gehirn genetisch beeinflusst ist. Das heißt, manche Menschen haben potentere Bindungs-Gene - und sind deshalb liebesfähiger.
Ein Bericht von Anne Hoffmann.

