OZON unterwegs
vom 05.12.2011 22:15 Uhr
Gleich nach der Wende abgeschaltet, wurden die ostdeutschen Kernkraftwerke – unfreiwillig – zu Vorreitern für den nun beschlossenen Atomausstieg. Gerade hat die Internationale Atomenergie-Agentur angeregt, die Rheinsberger Erfahrungen sogar weltweit zu nutzen. Schon jetzt viel länger und teurer als geplant, lässt der Abriss des kleinen Kernkraftwerkes 60 Kilometer nördlich von Berlin ahnen, was in den nächsten Jahrzehnten auf Deutschland zukommt. _mehr
Der Aufbau des Meilers in den 1960er Jahren hat gerade mal sechs Jahre gedauert. Ein alter Film erzählt von der Euphorie des Anfangs. Nun wird schon seit 16 Jahren „rückgebaut“. _mehr
Meistens sind es blaue Container, die mit strahlender Fracht von Rheinsberg aus Richtung Ostsee rollen, ins Zwischenlager Nord bei Lubmin. Dort sollen die Teile abklingen, werden weiter zerlegt und dekontaminiert. _mehr
Mehr als zwei Jahrzehnte lang floss Kühlwasser aus dem Kraftwerk in den Stechlin, dreihunderttausend Kubikmeter täglich, zehn Grad wärmer als der See. Von Anfang an wollte man wissen, wie der Stechlin das verkraftet. _mehr
Know how und die teure Zerlegetechnik aus Rheinsberg sollen bald in Obrigheim am Neckar helfen, den Reaktor auseinander zu nehmen. Die Dimensionen sind gewaltig: an neun deutschen Atom-Standorten wird schon rückgebaut, 17 kommen durch den Atomausstieg dazu. _mehr