- Liebesforschung - Zwischen Steinzeit und Partnerbörsen
Noch nie in der Menschheitsgeschichte gab es solch eine Freiheit in Liebesdingen. Hautfarbe, Geschlecht, Religion, gesellschaftliche Konventionen - in der westlichen Welt gibt es keine unüberwindbaren Hürden mehr.
Doch zu viele Möglichkeiten, auch dank Internet und Partnerbörsen, machen die Suche nach der großen Liebe umso schwieriger. Welche Chancen hat die Liebe heute?
Wasserflohweibchen vermehren sich asexuell und äußerst effektiv. Bei Stichlingen geht es nur zu zweit, die Partnerwahl ist stressig und die Nachkommenschaft viel geringer. Warum aber hat sich die aufwändigere geschlechtliche Vermehrung bei fast allen Lebewesen durchgesetzt?
Von wegen - alles sei heute verkopft! Es wirken noch dieselben archaischen Auswahlmechanismen wie in der Steinzeit: Gesichtsform und Körperproportionen, Fingerlänge, Hautbeschaffenheit, Bewegungen.
Bei ihren Forschungen zum Goethe-Wörterbuch stießen Sprachwissenschaftler auf ausgekratzte Textstellen. Entfernt auf Befehl der Großherzogin Sophie von Sachsen-Weimar, die Goethes Nachlass veröffentlichen ließ und sich an vielen erotischen Formulierungen stieß.
Was passiert im Körper, wenn wir uns verlieben? Wann kommen welche Hormone ins Spiel? Liebe beginnt im Kopf, das Gehirn ist das größte Liebes- und Sexorgan.
Die Sehnsucht nach der großen Liebe ist ungebrochen. Doch hohe Scheidungsraten und immer mehr Singles belegen, wie schwer es ist, den passenden Partner zu finden.