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Berlin ist die grünste Hauptstadt Europas. Und doch läuft gerade eine Kampagne für zehntausend neue Straßenbäume. Mehr Dächer und Fassaden sollen begrünt werden, empfiehlt der Stadtentwicklungsplan Klima. Der Plan warnt davor, offene Flächen wie das Tempelhofer Feld zuzubauen, wo sich Kaltluft bildet. Denn die Wissenschaftler sind sich einig: Es wird wärmer in der Hauptstadt. Und dagegen hilft unter anderem - noch mehr Grün.

Wilde Staubfänger am Straßenrand
Wie viel Feinstaub aus Abgasen schluckt der Wildwuchs am Straßenrand? Von Bäumen weiß man das längst. Aber wie stark entlasten Wegwarte, Beifuß und Vogelknöterich die Stadtluft?

Die Stadt als Wärmeinsel
Als mit der Industrialisierung die Städte immer schneller wuchsen, entdeckte man in London ein erstaunliches Phänomen: Die Temperaturen in der Millionenstadt waren höher als im Umland.

Kühlende Kletterpflanzen
Den Wettbewerb für den Bau eines neuen Institutsgebäudes in Adlershof vor zehn Jahren gewannen Architekten, die zur Gebäudekühlung Pflanzen nutzen wollten. Heute ranken sich 450 Kletterpflanzen am Institut für Physik in die Höhe und sorgen mit ihrer Verdunstungskälte für ein ausgezeichnetes Klima.

Die Farm im Wolkenkratzer
Neue riesige Städte entstehen, Metropolen wachsen in die Breite, denn immer mehr Menschen zieht es in die Stadt. Die Versiegelung von Land aber heizt den Klimawandel weiter an.

Ein Plan für Berlin
In Straßen ohne Bäume kommt man schneller ins Schwitzen, Fassaden ohne Grün heizen sich viel stärker auf. Für den "Stadtentwicklungsplan Klima" wurde untersucht, wo in Berlin am meisten zu tun bleibt gegen Hitzestress an heißen Sommertagen.


