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Die langhalsigen Schützlinge von Enrico Rödiger freuen sich jeden Tag über ihr schönes, großes Gelände.
Sie stehen am Fenster und recken ihre Hälse der Sonne entgegen. Auch Enrico Rödiger ersehnt den Frühling herbei. Inmitten der Giraffen erzählt er über seine Arbeit mit den Riesen.
"Junge, lern' erst mal ein Handwerk"
Wenn es nach seinem Vater gegangen wäre, hätte Enrico Rödiger jetzt einen Handwerksberuf. Doch der tiervernarrte Sohn wollte lieber an der frischen Luft sein. So bewarb er sich 1987 im Tierpark. Er arbeitet im Afrikanum 1 und hier gehören nicht nur die Giraffen, sondern auch die Zebras und Wasserböcke zu seinen Schützlingen.
"Es ist wie ein Kindergarten, nur mit Tieren"
Mit Tieren konnte Rödiger schon immer. So hat er den Schafen seiner Großeltern regelmäßig Gesellschaft geleistet. "Die sahen so einsam aus", erzählt Rödiger heute lachend. Die Arbeit mit den Langhälsen macht ihm besonders Spaß. "Es ist wie ein Kindergarten nur mit Tieren. Man muss immer bei der Sache sein."
Entwicklung im Tierpark
Noch als er im Tierpark anfing, gab es die so genannten Provisorien. "Da hat man eine Holzhütte hingesetzt, einen S-Bahn Heizkörper eingebaut und einen Zaun gezogen", so Rödiger. Aber mit den Jahren hat jedes Revier ein neues Haus bekommen und auch den Giraffen steht ein riesiges Gelände zur Verfügung.
Ein Berliner am Roten Meer
Rödigers zweite Leidenschaft ist das Tauchen. Besonders überwältigt war er vom Roten Meer. Auch in heimischen Gewässern kennt er sich aus, da er für das Landesumweltamt Brandenburger Seen kartiert hat. Er hätte sich daher auch vorstellen können die Wasservögel des Parks zu betreuen, aber mittlerweile fühlt er sich im Giraffenhaus richtig wohl.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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