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Vom Taubenzüchter zum Okapizüchter. Thomas Messinger musste aus gesundheitlichen Gründen seine Arbeit mit den Vögeln aufgeben und entdeckte so seine Leidenschaft für die großen Tiere.
"Eigentlich wollte ich ins Zebrahaus"
Pflanzen und Tiere waren schon immer seine Leidenschaft. Bereits in seiner Jugend entwickelte sich Messinger zu einem passionierten Taubenzüchter. Seinen Beruf konnte er sich nur im Freien vorstellen, also bewarb er sich vor 28 Jahren im Berliner Zoo und wurde nach seiner Ausbildung in für ihn bekanntes Terrain eingesetzt – ins Vogelhaus, obwohl er eigentlich im Zebrahaus arbeiten wollte. Von nun war er aber Herr über Kraniche, Pelikane, Flamingos und Gänse. Noch heute beschreibt Messinger diese Jahre mit funkelnden Augen als unvergessliche Zeit. Umso schlimmer war es für ihn, dieses Revier aufgrund einer Federstauballergie verlassen zu müssen. Auch seine Aufgabe als Preisrichter für Tauben konnte er von nun an nicht mehr ausüben.
Vom Vogelhaus ins Erdhaus
Er war glücklich, als man ihm dann 1994 die Arbeit im Erdhaus angeboten hat. Antilopen, Ameisenbären und Okapis waren jetzt unter seiner Obhut. Besonders ans Herz gewachsen sind ihm die Okapis, da er ihnen im Gegensatz zu den Ameisenbären sehr nah kommen kann. Wie gefährlich ein Ameisenbär aber sein kann, hat er schon einmal erlebt, als er im Gehege gestolpert ist und auf dem Boden lag. Der Bär erkannte sofort seine Hilflosigkeit und kam auf ihn zu. Messinger konnte ihn zum Glück mit lautem Rufen wieder verjagen.
Kleine Batouri - Große Batouri
Zu den Okapis hat er hingegen ein sehr vertrautes Verhältnis. "Sie sind so was von lieb. Man kann ihnen einfach nicht böse sein." Ein besonderes Erlebnis war für Messinger die Okapigeburt der kleinen Batouri, sie hatte ihm damals über den Fortgang von Lieblings-Okapi Henry hinweg geholfen. Henry musste in den Wuppertaler Zoo ziehen.
Jetzt ist die kleine Batouri schon sechs Jahre und alt genug, um selbst Mutter zu werden und Revier Tierpfleger Thomas Messinger wäre sehr glücklich, wenn sich die Zuchtlinie der geliebten Okapis weiter fortsetzt.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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