26.05.2012

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Panda, Gorilla & Co.
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Jana von Rautenberg, Foto: Caterina Rönnert

Jana von Rautenberg

"Ich überlasse nicht viel dem Zufall"
Die Regisseurin über die neue Staffel, die große Familie Panda und Berlins fruchtbare Luft.

Ist die Produktionsstätte von Panda "DOKfilm" mittlerweile Dein Hauptwohnsitz?
Kann man so sagen (lacht). Obwohl wir bei der neuen Staffel mehr Zeit hatten, die Geschichten zu stricken. Aber trotz des breiteren Zeitbogens war es für mich genauso eine intensive Zeit wie bei den ersten Staffeln.

Wie planst Du eine Staffel von Panda, Gorilla & Co.?
Es muss dramaturgisch gut gebaut sein. Ich nehme zum Beispiel ein kleines Tier wie den Fisch und dann ein großes Tier wie den Elefanten. Die Gewichtung muss stimmen. Ich muss die Entwicklung der Geschichten beobachten, um zu erkennen, dass hier eine neue Liebe entsteht, dort jemacht krank ist oder vielleicht jemand sterben wird. Ich überlasse nicht viel dem Zufall, und wenn mal was anders ist, dann kann ich darauf reagieren.

Wie schafft man es, sich bei einem solchen Langzeitprojekt immer wieder neu zu motivieren?
Das sind die spannenden Geschichten und vor allem die Tierpfleger, vor denen ich immer wieder den Hut ziehe. Mit welcher Energie und Liebe sie an ihre Arbeit gehen ist unglaublich. Und man rutscht da einfach wieder rein in die Familie Panda und es ist schön, alte Bekannte wieder zu treffen. Und was wir im Schnitt gelacht haben. Es macht unglaublich Spaß. Und wenn ich eine lustige Geschichte habe, wo sich alle wegschmeißen vor Lachen, dann kann ich eine traurige Geschichte ranhängen. Ich will auch, dass der Zuschauer mitleidet, mitlacht und mitheult, so wie wir das auch gemacht haben. Und was die Tierpfleger machen, das ist ehrlich. Das ist für mich schon genug Motivation.

Bei welchem Tier könnte man Dich als Expertin einladen?
Ich bin bekennender Fan von dem Plumplori und seinem Tierpfleger Herrn Grüsser. Und neuerdings auch vom Fingertier. Da weiß ich aber nur, dass es aus Thailand kommt. Ansonsten kann ich meinem Sohn in Biologie mehr helfen. Ich bin mit den Tieren aber eher wesensverwandt als dass ich so viele Fakten über sie weiß.

Welche Projekte verfolgst Du neben Panda, Gorilla & Co.?
Ich mache nicht nur Tiere. Für Weihnachten habe ich das Märchenrätsel produziert und ein Jahr lang den MDR Kreuzchor und seine jungen Sänger vom Stimmbruch und ersten Mädchenproblemen bis hin zu ihrer Japan Tournee begleitet.

Warum bist Du Regisseurin geworden?
Weil ich nie etwas anderes in meinem Leben gemacht habe. Das hört sich komisch an aber ich war schon als Kind im Filmpark und für mich stand fest: ich werde Regisseurin. Also habe ich mich in der 9. Klasse zur Eignungsprüfung beworben und dann später auch ein Volontariat beim Fernsehen bekommen. Ich habe also schon immer Filme gemacht.

Hast Du schon mal über eine Tierpatenschaft nachgedacht?
Für den Plumpori würde ich das sofort machen! (lacht)

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Gespräch führte Caterina Rönnert, rbb online Fernsehen

Dieser Text gibt den Sachstand vom 13.08.2010 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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