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rbbonline | Team


Maike Vaßmers über 40 mal 50 Minuten pralles Tierleben aus dem Zoo und dem Tierpark.
Berliner Tiergeschichten sind für die Redakteurin kein Neuland, da sie auch für die RBB Sendung „Tier zuliebe“ im Einsatz ist. Nur durch die Arbeit für „Täter-Opfer-Polizei“ hat sie ab und zu „kriminelle“ Abwechslung.
Wie erleben Sie die Arbeit von „Panda, Gorilla & Co.“?
„Panda, Gorilla & Co.“ ist für mich eines der schönsten, spannendsten und zeitintensivsten Projekte überhaupt. 40 mal 50 Minuten pralles Tierleben aus dem Zoo und dem Tierpark Berlin entstehen von März bis Juni. Das ist schon eine große Herausforderung. Und vor allem immer Geschichten zu erzählen, die zum Dranbleiben geradezu zwingen. Zum Glück sind allerbeste Arbeitsbedingungen gegeben. Dafür sorgt die Produktionsfirma DOKfilm. Und im ganzen Team sind Profis am Werk, auch dank der beiden Regisseurinnen Jana von Rautenberg und Anja Hagemeier.
Was hat Sie am meisten beeindruckt?
Sofort nach den ersten Sequenzen wird klar: die Pfleger lieben ihre Arbeit und ihre Schützlinge über alles. Das wird deutlich in jeder Geste, jedem Wort. Übrigens ist die meistverwendete Begrüßungsformel in fast jedem Revier: “Na mein Mäuschen…!“ Gefolgt von: “Hallo meine Süße/mein Süßer…!“Diesen Ton übernimmt man fast unweigerlich selber, und so ertappe ich mich oft im Schneideraum bei Abnahmen oder bei der Sprachaufnahme dabei, mit den Tierpflegern und den Vierbeinern „mitzusprechen“.
Wie verfolgen Sie die Tiergeschichten?
Mit viel Emotionen. Unweigerlich leidet man mit, wenn etwas passiert. So z.B. wenn Schimpansendame Lilly unter riesigem Affengeschrei von den Kumpels separiert und in Narkose gelegt werden muss, weil eine schwierige Untersuchung ansteht. Dabei wird klar: der Tierarzt ist die meistgehasste Person weit und breit und wird schon Kilometer vorher gerochen. Oder wenn Thomas Messinger seinen Liebling Henry, eine Kurzhalsgiraffe, in eine Transportkiste nach Wuppertal verfrachten muss.
Was nehmen Sie mit aus dem Projekt?
Viel Wissen. Lerneffekte bringt „Panda, Gorilla & Co.“ auch noch so ganz nebenbei. So habe ich erfahren, dass das Geschlecht eines Pelikans an den Füßen absehbar ist und wie nicht anders zu erwarten – Mann auf großem Fuße lebt. Oder dass Bären keine Bananen im Ganzen fressen. Die bevorzugen sie zermatscht! Und Flusspferde sind unglaublich scharf auf Putzwolle! Außerdem werden Menschenaffen auch fast wie Menschen behandelt. Wenn ein Mädel unter Schwangerschaftsverdacht gerät, wird der Schnelltest eben mal schnell aus der Apotheke besorgt.
Vielen Dank für das Gespräch.
Das Gespräch führte Caterina Rönnert rbb Fernsehen online
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/panda/team/unweigerlich_leidet.html