Eine Eisbärin, Foto: Thomas Ernst

- Der Eisbär

Mit der Klimaerwärmung gehört der Eisbär erneut zur stark bedrohten Bärenart.

Kennzeichen
Eisbärenmännchen können aufgerichtet eine Körperhöhe bis zu 3,3 Meter erreichen und durchschnittlich 600 Kilogramm schwer werden. Damit ist der Eisbär neben den Kodiakbären die größte Bärenart der Welt.

Das weiße dicke Fell, dass sich im Schnee als gute Tarnung erweist, und eine zehn Zentimeter dicke Fettschicht schützen den Bären vor der Kälte. Zusätzlich erhöhen sie den Auftrieb des Schwergewichts im Wasser.

Lebensraum
Eisbären sind ausschließlich in der Arktis beheimatet. 60 Prozent leben in Kanada. Optimale Lebensbedingungen finden die äußerst guten Schwimmer und Taucher dort, wo es Packeis, offenes Wasser und Küstenstreifen gibt.

Nahrung
Robben, die zum Lufthohlen in den Packeisspalten an die Wasseroberfläche kommen, gehören zur bevorzugten Beute der Eisbären. Zum Erspüren dieser hilft den Bären ihr über ein Kilometer reichender Geruchssinn.

Im Sommer ernähren Sie sich auf dem Land hautsächlich von kleinen Säugetieren und Vögeln und müssen sich machmal mit Moosen zufrieden geben. Auf der Suche nach Nahrung legt der Eisbär jährlich durchschnittlich 15.000 Kilometer zurück.

Fortpflanzung
Von Ende März bis Anfang Juni ist Paarungszeit. Eine Woche lang sind die Eisbärenpärchen zusammen, dann trennen sich wieder die Wege der Einzelgänger. Die Weibchen sind erst mit vier oder fünf Jahren geschlechtsreif. Durchschnittlich bekommen sie zwei Junge.

Die Mütter bringen sie im Dezember oder Januar in einer selbst gegrabenen Schneehöhle, in der sie auch ihre Winterruhe halten, zur Welt. Die Eisbärenbabys wiegen bei der Geburt 600 bis 700 Gramm und sind blind und taub.

Vier Monate später verlassen die kleinen Eisbären mit ihrer Mutter die Höhle und erlernen zweieinhalb Jahre das Jagdverhalten, bevor sie ihren Weg als Einzelgänger antreten.

Bedrohte Tierart
Am Ende der Ernährungskette stehend hat der Eisbär in der Antarktis keine natürlichen Feinde. Doch schon in den 50er Jahren war seine Art bedroht. Die kommerzielle Jagd und die Vergnügungsjagd für Trophäen reduzierte den gesamten Eisbärenbestand auf 10.000.

Durch das 1973 in Kraft getretene Eisbärenschutzabkommen konnte sich die Zahl wieder verdoppeln. Mit der Klimaerwärmung ist der Eisbär jetzt weitaus mehr gefährdet, da ihm sein Lebensraum unter den Füßen wegschmilzt.