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Seit 30 Jahren lebt Bao Bao im Berliner Zoo. Er gilt als der älteste lebende Panda der Welt.
Bao Bao ist beim Fressen immer in guter Gesellschaft. Er ist den Rummel um seine Person gewöhnt. Und so genießt er in aller Ruhe sein Obst und Gemüse, bevor er sich den edlen Bambusstöcken aus Südfrankreich widmet.
Bei Pandabärin Yan Yan steht indes Mittagsschlaf auf dem Programm. Auf ihrem Aussichtsturm im Freigehege schlummert sie vor sich hin.
Bao Bao ist ein Staatsgeschenk
Bao Bao ist mit seinen 30 Jahren der älteste lebende Panda der Welt. Er war ein Staatsgeschenk der chinesischen Regierung unter Hua Guofeng an den damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt. Pfleger Lutz Störmer holte den zweijährigen Bao Bao und die Pandabärin Tjen Tjen in Peking ab und brachte sie im November 1980 in ihr neues Zuhause an die Spree. "Da ist das Herzchen schon höher gegangen", erzählt Störmer mit funkelnden Augen über die erste Begegnung mit den Bären.
Blind-Date in London
Doch Tjen Tjen starb bereits vier Jahre später an einer Virusinfektion und somit gab man die Hoffnung auf Pandanachwuchs zunächst auf, zumal Tjen Tjen das einzige fortpflanzungsfähige Panda-Weibchen in der gesamten westlichen Zoowelt war. Ein paar Jahre später ging man dann den Versuch eines Blind-Dates ein. Panda-Dame Ming Ming aus London suchte einen Partner. Und Bao Bao war der Auserwählte. Doch dem war die Partnervermittlung suspekt. Er verhielt sich so rüpelhaft gegenüber seiner Zukünftigen, dass die beiden nur noch mit einem Feuerlöscher getrennt werden konnten. So blieb Bao Bao zunächst allein.
Bao Bao und die "Schöne"
... bis Yan Yan, die "Schöne", nach Berlin zog. Aber in ein eigenes Gehege. Das Risiko, dass Bao Bao wieder frauenfeindliche Aktionen startet, war den Pflegern zu hoch. Auf Nachwuchs will man dennoch nicht verzichten. Hoffnungsschimmer sehen die Pfleger in der künstlichen Besamung. Nur das ist gar nicht so leicht, da Panda-Weibchen nur zwei Tage im Jahr heiß sind. Aber Störmer und sein Team geben nicht auf. Schließlich sind Pandabären sehr wertvoll. Es leben nach Schätzungen der Experten nur noch 1400 ihrer Art in den Bergregenwäldern Chinas.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/panda/tierische_stars/von_peking_an_die.html