Der Zoo Berlin ist nicht nur einer der ältesten deutschen Tierparks, sondern auch der artenreichste Zoo der Welt. Er wurde am 1. August 1844 am Rande des Tiergartens eröffnet.
Die schweren Anfangsjahre
Doch in den ersten 25 Jahren ging die Entwicklung des Zoologischen Gartens nur schleppend voran. Es kamen nur wenige Besucher, da der Zoo weit entfernt vom Stadtzentrum lag und es noch keine öffentlichen Verkehrsmittel gab.
Exotische Gebäude locken Besucher an
Erst Anfang der 70er Jahre als exotisch anmutende Gebäude wie das Antilopenhaus mit vier Minaretten, ein indisches Elefantenhaus, ein ägyptisches Straußenhaus und ein japanisches Stelzvogelhaus, sowie das berühmte Elefantentor am Eingang entstanden, wurde der Zoologische Garten populärer.
Umbau des Tierparks und Neueröffnung des Aquariums
Unter der Direktoren-Dynastie Heck erlangte der Berliner Zoo Weltruhm. Dazu trug u.a. das 1913 eröffnete Aquarium bei.
Die Schrecken des Zweiten Weltkriegs
Doch im Zweiten Weltkrieg wurde der Zoo in Schutt und Asche gelegt. Nur 91 der 3715 Tiere überlebten den Krieg. In der durch finanzielle Nöte, Futter- und Personalmangel geprägten Nachkriegszeit organisierte die Zoodirektorin Dr. Katharina Heinroth den Wiederaufbau des Zoos. Sie ließ das Antilopenhaus renovieren, sowie ein neues Elefantenhaus und Flusspferdhaus bauen.
Naherholungsgebiet für Berliner
Unter der Leitung von Professor Dr. Heinz-Georg Klös wurde der Wideraufbau fortgesetzt und der Zoo erweitert. Der Berliner Zoo wurde zum Naherholungsgebiet der Westberliner, die durch den Bau der Mauer vom brandenburgischen Umland abgeschnitten waren.
Tierische Wiedervereinigung
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands schloss der Zoo Berlin einen Kooperationsvertrag mit dem Tierpark Berlin, der 1955 in Berlin Friedrichsfelde gegründet wurde und der größte Landschaftstiergarten Europas ist.